2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/450.md

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Diesem Muster steht die »typisch weibliche«
Orientierung gegenüber, die als gemeinschaftsorientiert
bezeichnet werden kann. Frauen spielen traditionell die
Rolle der Haushälterin, die auf sozialen Zusammenhalt und
das Funktionieren des Gemeinwesens achten. Zum »typisch
weiblichen« Verhalten zählen das Bemühen, ein Teil der
Gemeinschaft sein und diese formen und gestalten zu
wollen, das intensive Bestreben um Kooperation mit und
Bindung an andere Menschen sowie der Aufbau von
Beziehungen und Netzwerken. Diese Zuschreibungen sind
»wackelig« geworden und ihre Lockerung verursachen
neue Freiheitsgrade. Nicht alle sind aber damit zufrieden.
Gegenüber der alten Festlegung der Geschlechter
bedeuten neue »Gelechterordnungen« auch eine neue
Aushandlung, die Infragestellung von Routine, Privilegien
und der vorgegebenen Natürlichkeit unseres Verhaltens als
Mann und Frau wenn nicht sogar die »binäre« Ordnung,
nach der es entweder Männer oder Frauen gibt, gleich
zerbrechlich wird.