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Gesellschaften aber vor allem das Zeugnis einer neuen
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Hierarchiebildung aus und sieht in der Perspektive auf
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Sozialisationsprozesse den Schlüssel zum Verständnis der
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Weitergabe sowohl von Privilegierungen als auch
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Benachteiligungen von der einen zur anderen Generation
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(Becker/Solga 2012).
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Die Mehrdimensionalität von Ungleichheit
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Im Gegensatz zu früheren Thematisierungen von
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Ungleichheit wird in der aktuellen Debatte von
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vielschichtigen Ungleichheiten ausgegangen. Während bis
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in die 1970er Jahre ein Ungleichheitsverständnis aktuell
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war, das noch stark die Betonung von Schicht- oder
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Klassenungleichheiten beinhaltete, wurde im Anschluss
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eine Erweiterung der Diskussion erreicht. So ist es heute
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ganz selbstverständlich, dass über Ungleichheiten in der
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Hinsicht gesprochen wird, dass sowohl klassische
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Verteilungsungleichheiten in den Blick genommen werden
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(Vermögen, Einkommen, Besitz), daneben aber auch die
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Bedeutung des Bildungsabschlusses (ein Aspekt des von
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Bourdieu so bezeichneten kulturellen Kapitals), der
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sozialen Netzwerke, Mentalitäten und Lebensstile.
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Auf diese Weise wird auf sehr allgemeine Weise von einer
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gesellschaftlichen Dynamik der Lebenslagen einer
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Gesellschaft gesprochen, die ungleiche Chancen gewährt
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und Benachteiligungen bzw. Privilegierungen zulässt.
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Gleichzeitig wird es aber leichter zu differenzieren, wie
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Ungleichheiten auftreten, wodurch Benachteiligungen
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bedingt werden, wie Ungleichheiten hergestellt und auf
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Dauer gestellt, also produziert und reproduziert werden.
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In früheren Ansätzen der Sozialisationstheorie wurde
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Ungleichheit eindimensional auf einer Rangordnung von
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gesellschaftlichem Oben und Unten gemessen. Die
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traditionelle »schichtenspezifische
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Sozialisationsforschung« räumte der Ausstattung mit
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ökonomischen Ressourcen die alleinige Bedeutung für die
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