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Neben diesen souveränen Nutzerinnen und Nutzern gibt
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es 20 Prozent, die keine kompetente Nutzung schaffen. Sie
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rutschen immer in die Abhängigkeitsmechanismen hinein,
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können sich aber nach einiger Zeit auch wieder daraus
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befreien. Ihre psychische Gesundheit und ihre soziale
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Kontaktfähigkeit stehen auf der Kippe. Sie sind schnell
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abgelenkt und durch virtuelle Umgangsformen nicht mehr
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gewohnt, sich in realen sozialen Situationen angemessen
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zu verhalten, Höflichkeitsregeln einzuhalten und dem
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Gegenüber ins Auge zu sehen. Weil Konzentrationsfähigkeit
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und Ausdauer leiden, sinkt ihre Leistungsfähigkeit ab. Aber
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sie sind nicht krank im Sinne der Definition von »Internet
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Addiction Disorder« oder »Gaming Disorder« der
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Weltgesundheitsorganisation, sondern verhaltensgestört.
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Sie brauchen Unterstützung und Hilfe von Elternhaus und
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Umwelt, dann können sie sich fangen.
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Es gibt aber auch eine Gruppe von noch einmal etwa 20
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Prozent, die aus passiven, nicht-souveränen Nutzerinnen
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und Nutzer von Medien und Netzwerken besteht. Für sie
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ist das Suchtpotential der kommerziell aufgeladenen
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Anwendungen mit ihren ständig neuen Anreizen zu groß.
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Unter ihnen sind die wahrscheinlich zwei bis drei Prozent
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krankhaft Onlinesüchtigen und Videospielsüchtigen. Nach
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Schätzungen können das um die 500.000 junge Leute unter
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20 Jahren in Deutschland sein. Die große Mehrheit sind
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Jungen und junge Männer. Der sozialpsychologische
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Hintergrund ist oft durch desolate Familienkonstellationen,
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Bildungs- und Bindungsarmut gekennzeichnet, oft sind
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Ursache und Wirkung nicht zu unterscheiden.
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Ganz offensichtlich sind die Eltern dieser beiden zuletzt
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genannten Gruppen überfordert. Sie können den Kindern
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und Jugendlichen in die Welt des Internet und der Spiele
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nicht mehr folgen: Was früher die Straße war, in der man
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von Eltern unkontrolliert potentiell gefährlich spielt, ist
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heute das Internet. Auch Ballerspiele und sexuelles
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Mobbing gehören zu den Gefahren. Diese Eltern, aber auch
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