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Die Ausführungen haben gezeigt, mit welcher Intensität
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Bildungsprozesse unser Leben heute begleiten. Dies
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beginnt inzwischen weit vor dem Eintritt in die
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Grundschule – es endet lange nach Austritt aus dem
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allgemeinbildenden Schulbereich. Auch Arbeitsplatz und
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Beruf sind längst zu einem Bereich geworden, in dem
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Bildung immer wieder eine Rolle spielt. Auffällig ist, dass
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Bildung heute in aller Munde ist und Bildungsansprüche
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laufend neu formuliert und hochgesetzt werden. Weniger
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auffällig ist, dass das deutsche Bildungswesen in
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internationalen Vergleichen immer wieder eine Sonderrolle
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spielt. Es kommt mit weniger Mitteln aus den öffentlichen
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Haushalten aus, es ist abhängig von unzähligen regionalen
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und Bundesregelungen und es schneidet für eine Land mit
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einer hochentwickelten Dienstleistungsökonomie, das auf
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die vielleicht bekannteste Bildungstradition weltweit
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zurückblickt, überraschend mager bei den internationalen
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Vergleichsuntersuchungen zum schulischen Lernen ab.
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Neben der Formel eines lebensbegleitenden Lernens und
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den Versuchen, eine Bildungselite zu erzeugen, erleben
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aber auch das Gegenteil. Wir sprechen von 7,5 Millionen
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funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten (also
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Menschen, die auch trotz Schulbesuch manifeste Lese- und
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Schreibprobleme haben) in Deutschland und dies vor allem,
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weil sich die Anforderungen an Grundfertigkeiten des
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Lesens, Schreibens und Rechnens immer weiter erhöht
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haben. Diente zu Beginn des 20. Jahrhunderts die
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Fähigkeit, den eigenen Namen schreiben zu können, als
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Kriterium für eine ausreichende Alphabetisierung, wird von
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der Beherrschung der literalen Basiskompetenzen heute
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sehr viel mehr erwartet.
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Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, steht jedes
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Gesellschaftsmitglied – vom Kindergarten an über die
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Schule bis hin zur Weiterbildung – vor der
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Herausforderung, eine individuelle Bildungsbiografie zu
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komponieren. Es geht um ein lebenslanges Lernen, womit
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