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Die sozialen Rollenbeziehungen in der Schule lassen sich
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idealtypisch veranschaulichen. Es existieren viele stabile
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Faktoren im System Schule: Sie hat als Teil des
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organisierten Bildungswesens eine Schulaufsicht, die
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staatliche Vorgaben umsetzt. Diese werden von der
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Schulleitung aufgenommen, die für die Steuerung aller
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Abläufe innerhalb der Schule zuständig ist. Die eigentliche
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Bildungsarbeit erfolgt in den Schulklassen, in denen jeweils
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professionelle Pädagoginnen und Pädagogen (also zumeist
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ausgebildete Lehrkräfte) einer größeren Gruppe von
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Schülerinnen und Schülern zugeordnet ist. Die Lehrkraft
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ist von den Vorgaben der Schulleitung abhängig und richtet
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das Handeln an Lehrplänen und Leistungstests aus, die
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feste Lernziele und oft auch spezielle Arbeitsformen zum
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Erreichen der Lernziele vorgeben.
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Die Lehrkraft baut zur Gesamtgruppe der Schülerinnen
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und Schüler ebenso eine Beziehung auf. Die Schülerinnen
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und Schüler bilden als Kollektiv ein soziales Untersystem
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(»Schüler*innensystem«), in dem viele Interaktionen
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ablaufen, und sie sind auch in kleineren Netzwerken
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miteinander verbunden, die freundschaftlichen Charakter
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haben können (»Schüler*innenbeziehungen«). Insgesamt
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ergibt sich hieraus ein vielschichtiges Geflecht von
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Beziehungen und Einflussnahmen. Die Schule übt ihre
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Bildungs- und Sozialisationsfunktion auf vier verschiedenen
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Ebenen aus:
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1. Direkte Person-zu-Person-Beziehung zwischen
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Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern: Pädagoginnen
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und Pädagogen interagieren mit den Kindern und
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Jugendlichen der jeweiligen Schulklasse, um das
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Wissen, die Einstellungen und die
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Verhaltensdispositionen zu beeinflussen.
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2. Beziehung zwischen Lehrkräften und dem gesamten
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Kollektiv der Schülerinnen und Schüler: Lehrkräfte
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müssen immer die Interessen und Bedürfnisse der
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