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Die unterschiedliche Gewichtung der Teilsysteme
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Pädagoginnen und Pädagogen erhalten für ihre Arbeit in
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den Erziehungs- und Bildungseinrichtungen eine spezielle
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Ausbildung. Deutschland gehört zu den Ländern, die einen
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besonders großen Unterschied zwischen den Ausbildungen
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für die verschiedenen Teilsysteme machen: Erzieherinnen
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und Erzieher in einer Kinderkrippe haben die kürzeste und
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einfachste, Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer in
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der Universität die längste und komplexeste Ausbildung.
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Entsprechend differieren auch die Bezahlung und das
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berufliche Prestige, also die Anerkennung des Berufes in
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der Öffentlichkeit.
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Damit wird ein klares gesellschaftspolitisches Signal
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gesetzt: Je älter die Klientel der Bildungseinrichtungen,
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desto anspruchsvoller ist die Ausbildung und desto höher
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ist auch die Bezahlung der Pädagoginnen und Pädagogen.
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Die für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung
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grundlegende Erziehungs- und Bildungsarbeit am Beginn
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des Lebenslaufs wird also schlecht bezahlt und
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gesellschaftlich wenig geschätzt. Diese Arbeit wird von
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dem formal am geringsten qualifizierten professionellen
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Personal ausgeübt.
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Diese Weichenstellung vernachlässigt die fundamentale
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Erkenntnis der Sozialisationsforschung, dass grundlegende
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Entwicklungsschritte in der Kindheit gemacht und alle
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weiteren Ausprägungen der Persönlichkeit auf diesen
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ersten Schritten aufbauen. Die meisten europäischen
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Länder gehen hier andere Wege als Deutschland. In ihnen
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halten sich die Kinder in diesen Einrichtungen deutlich
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länger auf, meist über den gesamten Tag hinweg. Dahinter
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steht zum einen die pragmatische Erkenntnis, dass viele
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Eltern mit der alleinigen Erziehung ihrer Kinder
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überfordert sind, zum anderen aber auch der politische
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Grundsatz, jedem Kind die Möglichkeit einer persönlichen
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Entwicklung auch unabhängig von der Erziehung im
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