2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/386.md

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Bildungsprozesse im Spiegel gesellschaftlicher Differenzierung
Es wird im Folgenden noch einige Bereiche der Darstellung
geben, in denen deutlich wird, wie eng die Bereiche der
Familie, der Bildungsprozesse und der sozialen
Ungleichheiten miteinander verwoben sind. Dies darf aber
nicht den Detailblick auf die Institutionen des
Bildungswesens, die darin stattfindenden Prozesse und
Interaktionen versperren. Denn tatsächlich muss heute
Berücksichtigung finden, was sich im Laufe der
Entwicklung des Erziehungs- und Bildungssystems
verändert hat und permanent weiter verändert.
Aus den ursprünglich kleinen und überschaubaren, mit
einer breiten Palette von Erziehungs- und
Bildungsaufgaben beauftragten »Volksschulen« sind heute
hochprofessionelle Institutionen geworden, die vom
Kleinkindalter an bis in das Erwachsenenalter hinein
spezielle Angebote für Erziehung, Bildung, Weiterbildung
und Fortbildung machen. Sie unterscheiden sich vor allem
danach, welche Altersgruppe von Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen sie ansprechen und als Mitglieder
einbeziehen. Es lassen sich die folgenden Teilsysteme
unterscheiden:
Erziehungseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter:
Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten,
Kinderhorte, Heime, Kinderfreizeiteinrichtungen
Schulen für die sechs bis sechzehn Jahre alten Kinder
und Jugendlichen: Grundschulen für die sechs bis zehn
Jahre alten Kinder, danach weiterführende Schulen bis
zum qualifizierten mittleren Schulabschluss nach neun
oder zehn Schuljahren
Oberstufen des Schulsystems mit der Qualifizierung
zum Abitur als Hochschulzugangsberechtigung, in der
Regel für die etwa siebzehn- bis neunzehnjährigen
Jugendlichen