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auf. In der Weise, wie Sprache wahrgenommen, klassifiziert
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und diejenigen, die sprechen, sozial eingeordnet werden,
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werden soziale Ungleichheiten sichtbar. In sozialen
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Interaktionen erkennen Handelnde selbst in kleinen
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Textfragmenten den Grad der Bildungsnähe ihrer
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Interaktionspartner. Auch wenn heute nicht mehr im
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schulischen Kontext sofort gefolgert wird, dass der
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»restringierte« Code für eine Person steht, die als
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unbegabt angesehen werden muss, so wird doch auf
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bestimmte Merkmale der Lebenslage geschlossen, die zu
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Bildungskarrieren ungleich befähigen. Für den
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»restringierten« Code bedeutet dies: bildungsferne
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Herkunft, Aufwachsen in einem ressourcenschwachen
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Milieu. Und umgekehrt: die »elaborierte« Ausdrucksweise:
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tendenziell bildungsnah, eher ein ressourcenstarkes
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Herkunftsmilieu im Hintergrund, die Eltern selbst
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akademisch. Diese Grundüberlegung, die heute der
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Soziolinguistik zu verdanken ist, dient als
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Leitunterscheidung für die Wirkung unterschiedlicher
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sozialer Kontexte.
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Was wäre wenn? Hip Hop als sprachliche Leitnorm in der Schule
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Diese Besonderheit der Bewertung von Sprachtypen ist
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natürlich willkürlich. Sie hängt davon ab, wer Sprache und
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ihre Verwendung bewertet. Wäre Hip Hop-Sprache die
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Leitnorm und Capital Bra für das Bildungssystem
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verantwortlich, würden Kinder aus benachteiligten
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Stadtteilen vielleicht Startvorteile haben. Das System
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würde sich umdrehen, und die typische Ausstattung des
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»Bildungsadels« (lässige Jacketts in der Hochschule,
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Funktionskleidung in der Schule) sähe auf einmal
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deplatziert aus, dann sind die akademischen Curricula
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Vitae (die akademischen Lebensläufe),
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Auslandsaufenthalte, der bilinguale Unterricht auf der
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Eliteschule, der Vater als Arzt, die Mutter als Apothekerin
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gar nicht mehr so hochrangig. Sie würden nicht mehr die
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