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Tätigkeiten einer großen Gruppe von Managern und
leitenden Angestellten ersetzt worden. An die Stelle des
»ownerships« (der Eigentümerschaft) ist die Funktion des
»managerships« (der Leitung durch Manager) getreten.
Profitabschöpfung erfolgt nicht mehr durch den einzelnen
Kapitaleigner, sondern durch die von Bourdieu so
bezeichnete »proletaroide Intelligenzschicht« derjenigen,
die in Management und Bürokratie die Unternehmen leiten
(Boltanski 1990 und Bourdieu 1996).
Überraschend hellsichtig wird damit schon vor über 50
Jahren eine Entwicklung antizipiert, die später
Tertiarisierungswelle (die Verdrängung der körperlichen
Arbeiten durch den Dienstleistungsbereich) genannt wird:
»Als ausschlaggebende Qualitäten treten Diskussions- und
Verhandlungsgeschick, Fremdsprachenkenntnisse und vielleicht vor allem
die durch gesellschaftlichen Schliff und Feingefühl gekennzeichneten
Umgangsformen in den Vordergrund, die im krassen Gegensatz zu der
ruppig-energischen Raubeinigkeit stehen, die den kämpferischen
Unternehmer alter Schule zumindest idealtypisch kennzeichnete. Der
Spitzenbeamte (als moderne Version des Diplomaten) ersetzt den
Truppenführer im Fundus gesellschaftlicher Leitbilder […].«
(Bourdieu/Boltanski/de Saint Martin 1981, S. 41 f.)
Die neue leitende Dienstleistungsschicht setzt sich nicht
mehr nach einem ständischen oder mechanischen Prinzip
der Nachfolge in der Familie zusammen. Die
Herkunftsfamilie ist keine ausreichende Bedingung mehr
für sozialen Aufstieg. Mit dem wirtschaftlichen Feld
wandeln sich auch die Anforderungen an neue Tätigkeiten.
Auf der Ebene der Führungskräfte werden neue
Qualifikation verlangt, zu denen vor allem solche gehören,
die zur Ausübung administrativer Tätigkeiten befähigen
und eine gute, zumeist universitäre Ausbildung zur
Voraussetzung machen (Bourdieu/Boltanski/de Saint
Martin 1981, S. 28 ff.). Der Bildungstitel dient dabei als
Nachweis darüber, dass die Qualifikation jene
Eigenschaften aufweist, die die Ausübung einer