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in einer sehr ungünstigen wirtschaftlichen,
bildungsmäßigen und kulturellen Lebenssituation befinden
(World Vision Deutschland 2010, S. 74).
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Länder
den besten Finanzausgleich zwischen Haushalten mit und
ohne Kindern herstellen können, die beiden Eltern oder
im Fall der Ein-Eltern-Familien dem einen Elternteil eine
Berufstätigkeit mit eigenem Einkommen ermöglichen. Die
Politik Deutschlands, welche durch Steuervorteile und
Kindergeldzahlungen die finanziellen Nachteile von
Familienhaushalten zu kompensieren versuchen, ist
hingegen nur mäßig erfolgreich.
Die Gefahr von sozialer Isolierung und Armut
Von Benachteiligung, relativer Armut und sozialer
Ausgrenzung können alle Familien und Familienformen
betroffen sein. Anteilsmäßig häufiger, als es ihrer
durchschnittlichen Verbreitung entspricht, sind unter ihnen
allerdings Familien von Alleinerziehenden und solche mit
einem Zuwanderungshintergrund vertreten. In diesen
Familien fällt es den Eltern aus strukturellen Gründen
besonders schwer, berufstätig zu sein und den nötigen
finanziellen Lebensunterhalt zu verdienen. Bei den EinEltern-Familien ist die Vereinbarkeit von Beruf und
Kindererziehung besonders schwierig, bei den Familien mit
Zuwanderungshintergrund sind vor allem diejenigen
betroffen, in denen die Eltern nur einen geringen
Bildungsgrad und wenige berufliche Qualifikationen
mitbringen.
Reichen die Unterstützungsleistungen der familiären
Netzwerke nicht aus, dann müssen institutionalisierte
Hilfeangebote an ihre Stelle treten. In Deutschland
existiert zwar ein breites Angebot an Beratung und Hilfe
für Familien in Krisenlagen, aber die sozialen und
psychischen Barrieren beim Aufsuchen von
Beratungsstellen sind gerade bei bedürftigen Eltern und