2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/358.md

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können, im Zeitraum von 2002 bis 2019 nach Angaben der
18. Shell Jugendstudie um sechs Prozent (von 29 auf 23
Prozent) gesunken sind (Hurrelmann et al. 2019).
Wichtig für den Aufbau der Beziehung sind aufseiten der
Eltern der (positiv gefärbte) Ausdruck von persönlichen
Empfindungen, Gefühlen und Erfahrungen, das Vorleben
von Verhaltensweisen (Vorbildverhalten) bei der
Bewältigung der Entwicklungsaufgaben und die
zuverlässige Einhaltung von gemeinsamen Vereinbarungen.
Liebevolle Konsequenz ist durch Offenheit und
Aufrichtigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Achtung, aber
auch eine deutliche Berücksichtigung von Bedürfnissen
und Interessen beider beteiligter Parteien gekennzeichnet.
Der Erwachsene ist in dieser Beziehung der ältere und
lebenserfahrenere Partner, der natürlicherweise viel von
seinen eigenen Vorstellungen und Wünschen in die
erzieherische Beziehung einfließen lässt. Nach
Erkenntnissen der »Childrens Worlds+«-Studie lässt sich
durchaus annahmen, dass solche partnerschaftlichen
Verbindungen in der Familie existieren. Rund 93 Prozent
der Neun- und 84 Prozent der Vierzehnjährigen der Kinder
stimmen der Aussage zu, dass sie mindestens eine Person
in der Familie haben, die sich um sie kümmert
(Andresen/Wilmes/Möller 2019).
Auf unerwünschtes Verhalten des Kindes wird durch die
sofortige und nachdrückliche Mitteilung reagiert, dass eine
Vereinbarung oder eine Regel gebrochen wurde. So können
Gewissen und innere Kontrolle des Kindes entwickelt
werden, die zu Selbstdisziplin und Selbstständigkeit
führen. Das Kind entwickelt eigene Maßstäbe für das
Verhalten und baut eine Kompetenz für die Selbststeuerung
auf. Eltern sind daher nicht auf ständige Außenkorrekturen
des Verhaltens des Kindes angewiesen. Durch die dem Kind
vermittelte Rücksichtnahme auf seine Bedürfnisse wird
auch seine Selbstachtung gefördert, die Voraussetzung für