2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/351.md

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Erziehungsstils dafür aus, mit der natürlichen Autorität der
Mutter- und Vaterrolle aktiv bzw. gezielt in die
Persönlichkeitsentwicklung von Kindern einzugreifen, um
ihnen hierdurch klare Orientierungen und
Wertvorstellungen zu vermitteln und sie auf die
gesellschaftlichen Anforderungen vorzubereiten.
Vertreterinnen und Vertreter der permissiven Position
vermeiden meist den Begriff »Erziehung« und halten ihn
von seiner Wortbedeutung her für hierarchieorientiert. Die
Vertreter der autoritären Position sprechen sich
demgegenüber entschieden für eine Beibehaltung dieses
Begriffs aus und halten eine Machtausübung der Eltern
gegenüber den Kindern für unvermeidlich und sinnvoll. Die
beiden Erziehungsstile drücken entgegengesetzte
Strategien elterlicher Einflussnahme aus.
Bei permissiv orientierten Eltern herrscht Unsicherheit
über die Angemessenheit des Ausübens von Autorität. Sie
fragen sich, ob sie in einer demokratischen und offenen
Gesellschaft das Recht haben, steuernden und
disziplinierenden Einfluss auf die
Persönlichkeitsentwicklung ihres Kindes auszuüben. Sie
befürchten, dass ihre zwangsläufig überlegene Position
in autoritäre Verhaltensweisen umschlagen könne, die von
den Kindern konformes Verhalten, Unterwerfung,
übermäßige Kontrolle der eigenen Gefühle und Intoleranz
verlange.
Autoritär orientierte Eltern bewegt die Sorge, bei einem
Eingehen auf die Bedürfnisse des Kindes zu weit zu gehen
und dem Kind damit die Möglichkeit zu nehmen,
Enttäuschungen auszuhalten und an der eigenen
Persönlichkeit zu arbeiten, um das eigene Verhalten an die
real existierenden sozialen Umweltbedingungen
anzupassen. Analytisch lassen sich Erziehungsstile danach
unterscheiden, wie stark die individuellen Bedürfnisse des
Kindes berücksichtigt werden und wie stark die Autorität
der Eltern in die Beziehung eingebracht wird. Entlang