2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/334.md

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vielfältige Netz von Erziehungs- und
Bildungseinrichtungen, das die Zeit eines jungen Menschen
außerhalb der Familie dominiert.
Diese Meso-Ebene geht nach Bronfenbrenner fließend in
einen Bereich des Makro- und Exosystems über, der die
gesellschaftlichen Rahmenbedingungen umfasst. Die
tertiären Sozialisationsinstanzen im MpR sind in dieser
Hinsicht etwas anders orientiert. Sie setzen die
Entwicklungsperspektive eines Menschen in
chronologischer Sicht fort. Das heißt, tertiär sind solche
Instanzen, die sich in der Biografie an die Erfahrung eines
familialen, peerbezogenen und schulischen
Interaktionsraumes anschließen. Hiermit sind die
Einbindungen gemeint, die am Übergang des Endes der
regulären Schulzeit zu erweiterten Bildungs- und
Qualifikationslaufbahnen führen (also Studium,
Berufstätigkeit und Berufsausbildung). Es sind aber auch
die Lebenswelten, die sich ab dem Übergang in das
Erwachsenenalter immer weiter ausdifferenzieren und die
wie die Freizeitgestaltung, der Konsum oder religiöse
Orientierungen eine größere Rolle spielen als es primäre
oder sekundäre Sozialisationsinstanzen in diesen
Altersstufen noch vermögen.
Die folgende Darstellung des sechsten, siebten und
achten Prinzips des MpR folgt der Logik, die primären,
sekundären und tertiären Instanzen der Sozialisation
nacheinander darzustellen. Dabei wird als roter Faden der
Argumentation die Frage dienen, wie durch
unterschiedliche Kontexte Unterschiede in der
Lebensweise jener Menschen bedingt sind, die in
unterschiedlichen Kontexten leben und dort
unterschiedliche Erfahrungen machen. Unterschiede und
Differenzen werden dabei immer wieder auch auf soziale
Ungleichheiten bezogen. Soziale Ungleichheiten sind nicht
nur Ausdruck dessen, was wir als Unterschiede zwischen
Kontexten beschreiben können. Sie haben auch Effekte auf