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Kontexte der Sozialisation
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Anders als die Lebenslaufperspektive betonen Ansätze, die
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auf die Kontexte von Sozialisation konzentriert sind, die
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unmittelbare Umgebung des Menschen im Prozess der
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produktiven Realitätsverarbeitung. Man könnte sagen, dass
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dies vielleicht der unmittelbarste Bereich der Sozialisation
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ist. Kontexte der Sozialisation sind gesellschaftliche
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Rahmenbedingungen, die Struktur der sozialen
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Ungleichheiten, Freundschaftsbeziehungen oder auch
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Schule, das Medienangebot und die Lebensbedingungen
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innerhalb der Familie. Das heißt, als Kontexte werden
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soziale, symbolische, materielle und immaterielle Räume
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verstanden, in denen Menschen agieren. Urie
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Bronfenbrenners sozial-ökologisches Analysesystem, das
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bereits vorgestellt wurde, ist bis heute das bekannteste
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Beispiel für die Unterscheidung von System- als
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Kontextbezügen im Prozess der Sozialisation.
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Bronfenbrenners sozial-ökologisches Bezugssystem der
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Mikro-, Meso-, Exo- und Makro-Ebene zeigt die
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Verschachtelung unterschiedlicher Kontextbezüge an,
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wobei entscheidend ist, dass sich die Ebenen nicht nur
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nachbarschaftlich begegnen, sondern durch Bezüge des
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Einschlusses und der Rahmung miteinander interagieren
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(hierzu auch Dippelhofer-Stiem 2015).
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Bronfenbrenners Modellvorstellung lässt sich sehr
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einfach auf die Analyse von Sozialisationskontexten
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übertragen. In hoch entwickelten Gesellschaften entsteht
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ein breites Spektrum gesellschaftlicher Kontexte, in denen
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Menschen leben und Erfahrungen machen. Die meisten
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dieser Kontexte sind in Form von sozialen Organisationen
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verfasst, die nach spezifischen Regeln und
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Verfahrensweisen operieren. Mit dieser sozialen
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Differenzierung verlagern und verbreitern sich die
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