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Die Weiterentwicklung einer Lebenslaufperspektive
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Der differenzierte Blick auf die unterschiedlichen
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Lebensphasen als Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie
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Senioren und Seniorinnen zeigt, wie unterschiedlich
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Herausforderungen sein können, die mit der inneren
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(körperliche Reifungsaspekte, Gesundheitsrisiken) und
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äußeren Realität (den Möglichkeitsräumen,
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Lebensumständen und Ressourcen) verbunden sind. Aus
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diesen Zusammenhängen lässt sich vor allem ablesen, wie
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wichtig der Einfluss der ökonomischen und sozialen
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Rahmenbedingungen ist. Sie bestimmen auch in den
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heutigen individualistisch geprägten Gesellschaften die
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Spielräume, die sich für die individuelle Lebensgestaltung
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ergeben. Vor allem die zunehmende ökonomische
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Ungleichheit, die für hochentwickelte Gesellschaften
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kennzeichnend ist, beschränkt die personalen und sozialen
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Ressourcen der benachteiligten Gruppen der Bevölkerung
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in jeder Lebensphase. Dadurch ergeben sich für rund ein
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Fünftel der Bevölkerung negative Bedingungen für den
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Sozialisationsprozess, die sich oft schon in der Kindheit
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einstellen und sich während des gesamten Lebenslaufs
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weiter verfestigen.
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Gleichzeitig verändert sich heute auch unser Blick auf die
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sozialen Konstruktionen, die die Einteilung unserer
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Lebensphasen bestimmen. Dass wir heute von einer
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verlängerten Phase sprechen, ist nicht selbstverständlich.
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Es ist Wirkung einer erweiterten Bildungs- und
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Ausbildungsphase, die seit dem letzten Drittel des 20.
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Jahrhunderts zu einem Massenphänomen geworden ist.
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Erst seitdem nehmen wir Menschen als Jugendliche wahr,
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obwohl sie sich in der zweiten Hälfte oder am Ende ihres
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dritten Lebensjahrzehnts befinden (entsprechend reicht der
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moderne Jugendbegriff weit bis in das dritte Jahrzehnt
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eines Menschen hinein). Auch die Phase der Hochaltrigkeit
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der über 80-jährigen ist ein Phänomen der durchschnittlich
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