2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/311.md

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Partnerschaft mit Freunden und Bekannten frei gestalten
und daneben die Beziehungen zu den Familien der Kinder
mit eventuellen Enkelkindern pflegen. Im höheren Alter
sind viele der Partnerinnen oder Partner bereits
verstorben, oft werden neue Partnerschaften geschlossen.
Etwa ein Drittel der Senioren ist nach einer ersten
(Ehe-)Beziehung eine neue Partnerschaft eingegangen, oft
mit eigenen Kindern. Insgesamt ergibt sich hieraus ein
vielgestaltiges Partnerschafts-, Familien- und
Freundschaftsgeflecht.
Durch die verlängerte Lebensdauer ergeben sich auch
breit gefächerte Generationenbeziehungen. Immer häufiger
kommt es vor, dass Kinder ihre Urgroßeltern und diese ihre
Urenkelkinder erleben können. Das Beziehungsgeflecht
umfasst mithin bis zu vier Generationen, die voneinander
abstammen und zur gleichen Zeit leben. Die Generation der
Erwachsenen hat dabei durch ihre mittlere Stellung in der
familiären Generationenfolge eine »Sandwich-Position«
inne, die ihnen einen intensiven Kontakt zu ihren Kindern
wie auch zur Eltern- und Großelterngeneration erlaubt.
Die Sandwich-Position kann mit der Verpflichtung
einhergehen, gleichzeitig sowohl für die jüngere als auch
für die älteste oder sogar die beiden älteren Generationen
soziale und psychische Unterstützung leisten zu müssen.
Diese Konstellation tritt ein, wenn die eigenen Kinder noch
im Kindergarten- oder Schulalter sind und intensive
Anleitung brauchen, zugleich aber auch die eigenen Eltern
(und möglicherweise Großeltern) pflegebedürftig werden
und durchgehende Unterstützung benötigen.