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Sozialisation in der Lebensphase Senior
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Ebenso fließend wie der Übergang vom Jugend- in das
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Erwachsenenalter verläuft heute auch der Übergang vom
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Erwachsenenalter in die nachfolgenden Altersphasen, die
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hier als »Seniorenalter« bezeichnet werden. Im
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standardisierten Lebenslauf der 1950er Jahre erfolgte der
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Übergang für die berufstätigen Männer fast automatisch
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mit dem Tag des Austritts aus dem Beruf. Die mehrheitlich
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nicht berufstätigen Frauen waren von diesem
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einschneidenden Schritt der Pensionierung ihres
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(Ehe-)Mannes ebenfalls stark betroffen, weil sich damit der
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gesamte Ablauf von Haushaltsgeschäften,
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Freizeitaktivitäten und der Pflege sozialer
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Netzwerkkontakte veränderte.
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Heute sind diese Übergänge weitaus vielgestaltiger. Das
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hat maßgeblich mit der Verlängerung der Lebensdauer zu
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tun. Im frühen Seniorenalter, etwa in der Spanne vom 60.
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bis zum 65. Lebensjahr, geht zwar im Vergleich zum
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Erwachsenenalter die physiologische Leistungskapazität
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zurück und das Risiko von chronischen Erkrankungen
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nimmt zu. Doch die Gruppe der »jungen Alten« weist
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insgesamt eine gute körperliche und psychische Kondition
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auf und ist überwiegend unabhängig von Hilfe oder Pflege.
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Die materiellen Ressourcen sind im Durchschnitt ebenfalls
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gut. Diese Ausgangslage macht es möglich, einen vom
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Erwachsenenstatus kaum abweichenden Lebensstil zu
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praktizieren, der auch eine Aufrechterhaltung von
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beruflichen (Teil-)Aktivitäten umfasst
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(Backes/Clemens 2013).
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Der erste Abschnitt des Seniorenalters ist deshalb bei
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einem Teil der Population kaum vom davorliegenden
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Erwachsenenleben unterscheidbar. Das ändert sich erst im
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zweiten Abschnitt des Seniorenalters, wenn die
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körperlichen und psychischen Kräfte spürbar nachlassen.
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Einige Seniorinnen und Senioren haben sich schon am
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