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abhängt, vergrößert sich die biografische Ungewissheit, die
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sie ertragen lernen müssen.
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Die Jugendphase wird heute auch als Vorbereitung auf
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die sexuelle, partnerschaftliche und familiäre
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Selbstständigkeit des Erwachsenenalters empfunden. Die
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Vorgaben und Rahmenbedingungen für diesen Übergang
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sind gegenüber früheren Generationen freier und
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ungezwungener geworden. Sofern nicht besonders
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traditionsgebundene (zumeist religiös geprägte
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Herkunftsmilieus) im Hintergrund wirken, können
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Jugendliche Freundschafts-, Partnerschafts- und
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Liebesbeziehungen weitgehend frei gestalten. Sie können
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eine Beziehungs- und Partnerschaftsorientierung mit
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relativ hohen, dem Erwachsenenstatus ähnlichen Graden
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von Selbstständigkeit entfalten. Im Unterschied zu
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früheren Generationen ist das gemeinsame intime
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partnerschaftliche Zusammenleben aber über viele Jahre
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hinweg möglich, ohne einer Familiengründung zu dienen.
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Noch stärker als Kindern stehen Jugendlichen die
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Angebote der Medien- und Freizeitwelt zur Verfügung,
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zumal sie meist über die nötigen Mittel zu ihrer
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Erschließung verfügen. Die überwiegend kommerziell
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gesteuerten Medienangebote verlangen aber nach einer
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gut strukturierten Vorstellung davon, wie man sie nutzen
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möchte. Ansonsten können sie zu einem rauschhaften
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Konsumverhalten mit Suchtgefahr verleiten. In diesem Fall
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haben Jugendliche nicht mehr die volle Kontrolle über die
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Nutzung der Angebote, sondern die Angebote ziehen sie in
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einen Sog, den sie zeitlich und sozial nicht mehr selbst
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steuern können. Besonders im Jugendalter tritt diese
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Gefahr auch bei dem Konsum psychoaktiver Drogen auf,
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die zur Steigerung von Empfindungen konsumiert werden.
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Jugendliche benötigen für die selbstbestimmte Nutzung
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der Medien- und Freizeitangebote ein inneres
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Ordnungssystem mit einem eingebauten
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»Relevanzkompass«, um die vielfältigen
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