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Gegenstand und Verortung
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Mit der Debatte zu Aufbau und Bedeutung einer IchIdentität ist kein abgeschlossenes Ergebnis vorhanden. Sie
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ist Hinweis auf die Lernfähigkeit des Individuums und
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zugleich auf die besondere Bedeutung der menschlichen
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Fähigkeit, ein Bewusstsein seiner selbst auszubilden. Sie ist
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aber auch ein Zugang zu Verletzbarkeit eines Menschen,
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die zu einem großen Maße von der Einbindung in soziale
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Kontexte, Belastungen und den verfügbaren Ressourcen
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zur Widerstandsfähigkeit (Resilienz) abhängig sind.
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Dennoch bleiben Begriff und Ausprägung einer IchIdentität in der Schwebe einer interdisziplinären
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Diskussion, die vor allem danach fragen muss, was die
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spezifische Identität eines Menschen eigentlich beinhaltet
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und wie diese Identität entsteht? In der jüngeren
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Forschung sind es vor allem wieder allgemeinere, aus den
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Sozialtheorien stammende Überlegungen zum Umgang mit
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Unsicherheit und Ambivalenz, die die Diskussion prägen.
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Hierzu gehört auch die Frage, ob eine Ich-Identität unter
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den heutigen Lebensbedingungen schwieriger zu erlangen
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ist als noch vor zwei oder drei Generationen?
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Auch diese Frage ist nicht eindeutig und pauschal zu
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beantworten. Eine erste Annäherung muss aber beinhalten,
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dass der Identitätsbildungsprozess durch das permanente
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Austarieren zwischen Anforderungen an die Individuation
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und Integration zu jedem Zeitpunkt der eigenen
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Lebensgeschichte eine Herausforderung auf individueller
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Ebene darstellt. Diese lebenslange Relevanz der
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Identitätsbildung ist vielleicht nicht selbstverständlich.
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Historisch gesehen ist sie das Ergebnis der gestiegenen
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sozialen und geografischen Mobilität der Menschen. Sie
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spiegelt eine Veränderung gesellschaftlicher
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Hierarchieverhältnisse, die gesteigerten Möglichkeiten der
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Teilhabe, die Durchsetzung des Leistungs- gegenüber dem
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Ständeprinzip, aber auch ausgeprägtere materielle
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