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Gesundheit lässt sich hiernach als ein Balancezustand
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beschreiben. In diesem sind Risiko- und Schutzfaktoren, die
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den Körper, die Psyche, die soziale Umwelt und ökologische
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Lebenswelt umfassen, miteinander verbunden und im Falle
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eines positiven Gesundheitsempfindens haben die
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Schutzfaktoren die Oberhand. In
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sozialisationstheoretischer Perspektive ist die Bewältigung
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von Herausforderungen der alltäglichen Lebensführung die
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Voraussetzung für den Zustand von Gesundheit.
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Überwiegen die Risikofaktoren, kommt es zu
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Beeinträchtigungen der Abläufe in den körperlichen,
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psychischen, sozialen und ökologischen Systemen. Die
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Folgen können Gesundheitsstörungen verschiedener Art
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sein. Persönlichkeits- und Gesundheitsentwicklung sind
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nach dieser Vorstellung sehr eng miteinander verbunden.
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Die Einbindung einer sozialisationstheoretischen
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Perspektive in den Zusammenhang von
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Persönlichkeitsentwicklung, Wohlbefinden und Gesundheit
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ist heute ein immer aktuellerer Strang der Debatte.
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Vielfach wird hierbei auf die Abhängigkeit von sozialen
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Faktoren rekurriert, die die gesundheitlichen
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Lebenschancen bestimmen
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(Bauer/Bittlingmayer/Richter 2008; Lampert et al. 2016).
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Ein anderer Zweig thematisiert, wie Stressempfinden und
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Überforderungserfahrungen das Wohlergehen und die
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mentale Gesundheit beeinflussen können (Albus et al.
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2009; Baumgarten et al. 2019).
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Der salutogenetische Ansatz
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Neuere Ansätze zu der Entwicklung eines gesundheitlichen
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Wohlbefindens finden gerade erst ihren Weg in die eher
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sozial- und erziehungswissenschaftlich geprägten
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Sozialisationstheorien. Hierzu gehört die auf Formen der
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Stressbewältigung ausgerichtete Theorie der Salutogenese
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des israelischen Gesundheitswissenschaftlers Aaron
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Antonovsky (1923–1994) eine wichtige Quelle.
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