2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/267.md

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Auseinandersetzung mit der äußeren und inneren Realität
zu Lösungen geführt hat, die miteinander vereinbar sind.
Voraussetzungen für eine gelingende Bewältigung die Stress- und
Bewältigungstheorie
Gelingt die Bewältigung lebensphasenspezifischer
Entwicklungsherausforderungen, kann das
Spannungsverhältnis von persönlicher Individuation und
sozialer Integration ausgeglichen werden, was als Aufbau
einer stabilen Ich-Identität verstanden wird. Gelingt die
Bewältigung nicht, bleibt die Spannung zwischen
Individuation und Integration bestehen und die Identität ist
unsicher. In der Folge kann es zu Störungen der weiteren
Persönlichkeitsentwicklung und zu Problemverhalten
kommen, was sich in einem körperlich-psychischen
Ungleichgewicht niederschlagen und zum Entstehen
gesundheitlicher Störungen beitragen kann
(Erhart/Hurrelmann/Ravens-Sieberer 2008).
Ein zentraler Ansatzpunkt der Annahmen zum
Zusammenhang von Entwicklungsherausforderungen,
Bewältigungsformen und dem Ergebnis einer balancierten
oder überforderten Ich-Identität, entstammen der
psychologischen Debatte über Stress und Bewältigung.
Diese wird seit über 50 Jahren vor allem mit dem Fokus auf
Erscheinungen der individuellen Überforderung und damit
verbundener Auswirkungen geführt. Die Stresstheorie im
engeren Sinne beschäftigt sich mit der Frage, wie sich ein
Mensch mit kritischen Anforderungen an das Verhalten
auseinandersetzt und welche Folgen eine gelingende oder
nicht gelingende Verarbeitung dieser Anforderungen hat.
Ein zentraler Ausgangspunkt ist das Stresskonzept von
Hans Selye (19071982), das maßgeblich von Richard
Lazarus (19222002) weiterentwickelt wurde. Hiernach
mobilisieren Menschen in bedrohlichen Situationen alle
physiologischen Ressourcen, um einer Herausforderung zu
entgehen. Die extremen Anforderungen führen zu einer