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1960er Jahre, dass es eine Entwicklungsstufe gibt, auf der
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das Individuum in der Lage ist, freier und autonomer zu
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werden und damit vorher gehende Entwicklungsstufen der
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Persönlichkeit zu überwinden.
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Diese Beschreibung war ein wichtiger Meilenstein in der
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Geschichte der Sozialisationsforschung, die bis dahin von
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den Annahmen der Integration des Einzelnen in ein
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gesellschaftliches Gefüge geprägt war und sich
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Sozialisation immer als das »Einsozialisieren« des passiven
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Subjektes in übermächtige soziale Strukturen vorstellte. In
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der jüngeren Debatte, an die wir anzuschließen versuchen,
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wird die Perspektive umgedreht. Jürgen Habermas und sein
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Modell der Identitätsbildung ist dafür wahrscheinlich
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besonders prägend. Ich-Identität bezeichnet bei Habermas
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ein sprach- und handlungsfähiges Subjekt, das sich von den
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Anforderungen in Gestalt sozialer Rollenerwartungen
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emanzipiert und eigene Geltungsansprüche auch gegen die
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Rigidität auferlegter Systemzwänge aufrechterhält.
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Jürgen Habermas hatte ein eigenes Modell der
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Identitätsentwicklung vorgelegt, in dem die
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Autonomiepotenziale mit der Zeit immer weiter zunehmen.
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Mit »Ich-Identität« wird nach der natürlichen und der
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Rollenidentität die höchste Stufe der Identitätsentwicklung
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erreicht. Auf dieser Stufe befreit sich das Individuum von
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strikter Normenbindung und ist in der Lage,
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gesellschaftliche Zwänge zu überwinden. Für die soziale
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Identität wird von einem Menschen also verlangt, sich den
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gesellschaftlichen Erwartungen (der äußeren Realität)
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unterzuordnen, die sich im Prinzip an alle Menschen
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richten. Für die persönliche Identität wird hingegen
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erwartet, sich wegen der unverwechselbaren inneren
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Realität von allen anderen Menschen zu unterscheiden.
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Zwischen diesen beiden Anforderungen zu balancieren ist
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die Bewältigungsleistung des Individuums bzw. einer IchIdentität. Sie ist dann hergestellt, wenn die
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