2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/257.md

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und kulturellen Ebene, also der Verarbeitung der äußeren
Realität.
Die einzelnen Entwicklungsaufgaben lassen sich in vier
Bereiche mit jeweils über den gesamten Lebenslauf hinweg
recht gleichartigen Anforderungen zuordnen (s.
Hurrelmann/Quenzel 2013, S. 38):
1. Qualifizieren: Hier geht es um die Entwicklung der
Kompetenzen, die notwendig sind, um den Leistungsund Sozialanforderungen gerecht zu werden, und um
die Aufgabe, Kompetenzen für die gesellschaftliche
Mitgliedsrolle eines aktiv Berufstätigen zu erwerben.
Dazu sollen im Kindes- und Jugendalter solche
kognitiven und sozialen Fähigkeiten und Fachkenntnisse
angeeignet werden, dass später im Lebenslauf
gesellschaftlich relevante Beschäftigungen
übernommen werden können. Wird die
Entwicklungsaufgabe bewältigt, gelingen somit der
Abschluss der schulischen und Berufsbildung und der
Übergang in eine Berufstätigkeit, besteht die
Möglichkeit zur selbstständigen Finanzierung des
Lebensunterhalts und zur »ökonomischen
Reproduktion« der eigenen Existenz und zugleich der
gesamten Gesellschaft.
2. Binden: Hier geht es im Kindes- und Jugendalter um die
Entwicklung der Körper- und Geschlechtsidentität, um
die emotionale und soziale Ablösung von den Eltern und
später dann die Fähigkeit der intimen Bindung an eine
Partnerin oder einen Partner. Wird diese
Entwicklungsaufgabe erfüllt, besteht grundsätzlich die
Bereitschaft und Fähigkeit zur Familiengründung mit
eigenen Kindern. Damit ist die »biologische
Reproduktion« der Gesellschaft gewährleistet.
3. Konsumieren: Hier geht es um Anregungs- und
Entlastungsstrategien sowie um Fähigkeiten im
Umgang mit Wirtschafts-, Freizeit- und