2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/256.md

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und eine Ablösung von den Eltern einzuleiten.
Außerdem geht es darum, Beziehungen zu
Gleichaltrigen und später auch intime Paarbeziehungen
einzugehen, wirtschaftlich zu handeln und mit Konsumund Medienangeboten umgehen zu lernen, ein eigenes
Wertsystem sowie eine politische Handlungsfähigkeit
aufzubauen.
Im Erwachsenenalter wird in der Regel die Aufnahme
einer Berufstätigkeit erwartet, ebenso die Gründung
eines eigenen Haushalts mit selbstständiger
Bewirtschaftung, die Etablierung einer eigenen Familie
mit Kindern und deren Versorgung und Betreuung, die
Pflege von Freundschaften und sozialen Kontakten und
die Übernahme von Verantwortung als Staatsbürger.
Im Seniorenalter geht es darum, sich auf die
Veränderung der körperlichen und kognitiven
Leistungsfähigkeit einzustellen, den Austritt aus dem
Erwerbsleben zu gestalten, die Beziehungen zur
Gesamtfamilie weiterzuführen, eine neue Rolle im
sozialen Netzwerk von Freunden und Bekannten zu
finden, die Rolle als Wirtschafts- und Staatsbürger
fortzuführen und sich auf das Lebensende
vorzubereiten.
Die vier Gruppen von Entwicklungsaufgaben
Schon mit dem Ursprungskonzept der
Entwicklungsaufgaben fallen typische Herausforderungen
der Lebensbewältigung auf, die zu der Periodisierung des
Lebenslaufs homolog verlaufen. Das heißt, dass die
Entwicklungsaufgaben der verschiedenen Lebensphasen
nicht nur aufeinander aufbauen, sondern auch in jeder
Phase Anforderungen stellen, die eine Neuorganisation der
personalen und sozialen Ressourcen verlangen. Diese
Neuorganisation erfolgt sowohl auf der biologischkörperlichen und psychologischen Ebene, also der
Verarbeitung der inneren Realität, als auch auf der sozialen