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weiterführenden Überlegungen zu den
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lebenslaufspezifischen Anforderungen einer Biografie. Der
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amerikanische Sozial- und Erziehungswissenschaftler
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Robert J. Havighurst (1900–1991) gilt als Begründer des
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Konzeptes. Er schloss sowohl an psychoanalytische als
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auch an lerntheoretische Ansätze an und interessierte sich
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nicht nur für die sich im Verlauf der
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Persönlichkeitsentwicklung ergebenden körperlichen und
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psychischen Stadien, sondern auch für die in den einzelnen
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Lebensphasen typischen gesellschaftlichen Erwartungen,
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die an einen Menschen herangetragen werden. Diese
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bezeichnete er zusammenfassend als
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»Entwicklungsaufgaben«.
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Entwicklungsaufgaben sind auch nach Havighurst
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gesellschaftlich artikulierte Lernanforderungen und
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Verhaltensweisen, die Gesellschaftsmitglieder sich
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aneignen müssen und zu »bewältigen« haben, wenn sie
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eine zufriedenstellende und konstruktive Bewältigung des
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Lebens sowie eine Integration in ihr soziales Umfeld –
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inklusive der damit verbundenen Anerkennung – erreichen
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wollen (hierzu grundlegend Havighurst 1953). Diese
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Ausgangslage verrät natürlich deutlich ihre Verbindung mit
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dem strukturfunktionalistischen Denken in der Soziologie.
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Die Zielrichtung von Havighurst ist aber deutlich stärker
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auf die individuelle Ebene ausgerichtet.
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Entwicklungsaufgaben nach Havighurst umfassen
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körperliche und psychische ebenso wie soziale und
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kulturelle Erwartungen, die an ein Kind, einen
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Jugendlichen, einen Erwachsenen oder an Seniorinnen und
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Senioren gerichtet sind.
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Bei einem Kleinkind gehören dazu der Aufbau eines
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elementaren emotionalen Vertrauens, die Entwicklung von
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sensorischen und motorischen Grundfertigkeiten und die
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Entwicklung der Fähigkeit zur Kommunikation und zur
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Bindung. Im Schulalter kommen die Entwicklung einer
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Geschlechtsidentität dazu, weiterhin der Aufbau von ersten
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