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»Konzept der Entwicklungsaufgaben« ein zunächst
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hilfreiches Orientierungsraster. Es findet sich in den
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soziologischen Theorien von Jürgen Habermas und Lothar
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Krappmann, besonders aber in den psychologischen
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Theorien von Erik H. Erikson, Robert J. Havighurst und
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Urie Bronfenbrenner. Mithilfe des Konzepts können soziale
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Anforderungen und die je individuellen
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Entwicklungsverläufe ins Verhältnis gesetzt und bestimmte
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Etappenziele der Entwicklung identifiziert werden (ein
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umfassender Überblick hierzu bei Quenzel 2015).
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In den allgemeinen Zugängen zum Verständnis von
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Entwicklungsaufgaben beschreiben diese typischen
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Herausforderungen in der Biografie eines Menschen. Zu
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ihrer Bewältigung wird ein Profil individueller
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Handlungskompetenzen im Umgang mit Körper, Psyche,
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sozialer und physischer Umwelt angenommen, das in den
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Lebensphasen sehr unterschiedlich ausfällt. Jede
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Entwicklungsaufgabe ist von jedem Menschen auf seine
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individuelle Weise zu bewältigen (Albisser/Buschor 2011).
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Die Bewältigung setzt voraus, dass ein Abgleich von
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biologischen und psychischen Anforderungen der inneren
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Realität mit gesellschaftlichen und ökologischen
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Anforderungen der äußeren Realität erfolgt. Die
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biologischen und psychischen Anforderungen in den
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einzelnen Lebensphasen sind universal und demzufolge in
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jeder Kultur nach weitgehend vorgegebenen und meist
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angelegten Mustern zu bewältigen.
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Die gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen
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unterschieden sich sehr stark nach dem Stadium der
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politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entfaltung
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einer Gesellschaft. In demokratischen
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Wohlstandsgesellschaften sind in der Regel die Spielräume
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für eine individuelle Gestaltung des Lebenslaufs in einem
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höheren Maße vorhanden als etwa in autokratischen
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Gesellschaften mit niedrigem Wohlstandniveau. Ein
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Beispiel dafür ist die Ausgestaltung der Geschlechtsrolle,
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