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früh einsetzenden Tod (die durchschnittliche
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Lebenserwartung betrug nur etwa 50 Jahre) ein.
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Im Jahr 1950 hatte sich die Lebensdauer deutlich
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verlängert. Die Lebensphasen Jugend und Senior hatten
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sich neu herausgebildet und wurden zu einem allgemeinen
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Merkmal. Die Kindheit war wegen der Vorverlagerung der
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Pubertät im Lebensalter kürzer als noch 1900, das
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Jugendalter diente als Übergang von der abhängigen
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Kindheit zum unabhängigen Erwachsenenalter (Ecarius et
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al. 2011). Die Erwachsenenphase hatte sich durch die
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verlängerte Lebensdauer erheblich ausgedehnt. Damit war
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der gesamte Lebenslauf vom Erwerbs- und Familienleben
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des Erwachsenenalters dominiert. Nach dem Austritt aus
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dem Erwerbsleben wurde es möglich, eine zwar meist
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kurze, aber doch von der Verantwortung des
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Erwachsenenalters entlastete Phase im Ruhestand zu
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verbringen.
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Auffällig ist, dass die allein durch Bildung und
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Berufsvorbereitung geprägten Lebensphasen in der Regel
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um das 20. Lebensjahr beendet sind. Danach geht für viele
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junge Leute zwar die allgemeine und berufliche Ausbildung
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weiter, aber sie ist von gelegentlichen Berufstätigkeiten
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unterbrochen oder begleitet. Durch partnerschaftliches
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Zusammenleben im privaten Bereich und durch völlig
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autonome Handlungsmuster im Konsum-, Medien- und
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Freizeitbereich kann es zu einer Art der Lebensführung
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kommen, die mit der traditionellen Jugendphase der
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1950er Jahre nichts mehr zu tun hat, sondern eher Züge
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des Erwachsenenalters annimmt (vgl. zur Flexibilisierung
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von jugendspezifischen Szenen Eulenbach/Fraij 2018 und
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Schinkel/Herrmann 2017).
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Durch das Aufschieben des Übergangs in die
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Erwachsenenrolle entsteht zwischen den Lebensphasen
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Jugend und Erwachsenenalter eine flexible
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Übergangsphase. Sie stellt ein biografisches »Moratorium«
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dar, das der persönlichen Entfaltung dient, ohne dass der
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