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Produktive
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Realitätsverarbeitung im
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Lebenslauf
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Nachdem im vorangehenden Kapitel die beiden
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grundlegenden, konzeptionellen Prinzipien des MpR
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formuliert wurden, wird das Modell nun weiter entfaltet,
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indem die Betrachtung empirischer Phänomene der
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produktiven Realitätsverarbeitung mit der
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Lebenslaufperspektive verbunden werden. Innerhalb eines
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Jahrhunderts, im Zeitraum von 1900 bis 2000, haben
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ökonomische und soziale Veränderungen, vor allem der
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ständig anwachsende Wohlstand, die Verlängerung der
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Bildungs- und Ausbildungszeiten und die permanente
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Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu einem spürbaren
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Strukturwandel des Lebenslaufs geführt, der unmittelbare
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Auswirkungen auf die Abfolge und den Zuschnitt der
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einzelnen Lebensphasen hat. Nehmen wir die drei
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Zeitpunkte 1900, 1950 und 2000 als Wegmarken für einen
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historischen Vergleich, dann lässt sich die Veränderung der
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Strukturmerkmale des Lebenslaufs mit seiner Einteilung in
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verschiedene Lebensphasen idealtypisch veranschaulichen.
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So bestand der Lebenslauf im Jahr 1900 aus den Phasen
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der Kindheit und des Erwachsenenalters. Der Übergang
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von der Kindheit in das Erwachsenenalter fiel meist mit
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dem Übergang in das Erwerbsleben und dem Aufbau einer
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eigenen Familienbeziehung mit Kindern zusammen. Nur in
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einer Minderheit äußerst begüterter oder privilegierter
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Gruppen war eine längere Ausbildungsphase vorgesehen,
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die Merkmale des Jugendalters erkennen ließ. Für die
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meisten Menschen gab es diese Differenzierung aber nicht
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und auch das Ende des Erwachsenenalters trat schnell,
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noch in der Erwerbsphase mit dem für heutige Verhältnisse
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