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Es ist kein Zufall, dass der schon erwähnte Albert
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Bandura selbst dem Agency-Begriff in seinem Spätwerk
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eine entscheidende Prägung gegeben hat. Bandura (hierzu
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u. a. auch Bandura 1989, 2006 und 2017) bezeichnet
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Agency »als Fähigkeit des Individuums, das eigene
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Verhalten zu steuern: Die Fähigkeit, Kontrolle über die
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eigenen Denkprozesse, die Motivation und das
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Handlungsvermögen auszuüben, ist eine ausgeprägte
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menschliche Eigenschaft. Da Urteile und Handlungen
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teilweise selbstbestimmt sind, können Menschen durch
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eigene Anstrengung Veränderungen sich selbst und die
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soziale Situation, in die sie eingebettet sind, verändern.«
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(Bandura 1989, S. 1175; eigene Übersetzung)
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Nach Bandura ist für die Ausprägung eines spezifischen
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Handlungsvermögens nichts wichtiger als Überzeugungen,
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die die eigene Handlungsfähigkeit betreffen. Diese
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Überlegungen, die an das Konzept der Selbstwirksamkeit
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anschließen, heben kognitive, motivationale und affektive
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(Gefühle, wie z. B. Ängstlichkeit) Aspekte hervor, die die
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Selbsteinschätzung regulieren. In späteren Publikationen
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werden auch noch die kognitiven »Begleitumstände«
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hervorgehoben. Agency ist verbunden mit der
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Zielgerichtetheit (Intentionalität) des eigenen Handelns,
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der Fähigkeit, voraus zu denken, die eigene
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Handlungsmotivation zu regulieren und Handlungsvollzüge
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zu revidieren (Bandura 2006).
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Für Bandura ist moralische Handlungsfähigkeit (»moral
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agency«) ein Beispiel für die soziale Kontextualisierung des
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allgemeinen Agency-Konzeptes. Moralische
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Handlungsfähigkeit ist ausgerichtet an den
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gesellschaftlichen Normen für ein moralisch »richtiges«
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oder »falsches« Verhalten, wobei diese Normen in die
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individuellen Ausprägungen kognitiver, motivationaler und
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affektiver Agency übersetzt werden. Agency ist damit
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bereits für Bandura ein Phänomen, das mit der kulturellen
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Evolution des Menschen einhergeht. Das individuelle
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