2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/229.md

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Laufes der Entwicklung durch die Auseinandersetzung mit
der sozialen Umwelt; sie ist das sich ständige ändernde
Produkt von Prozessen und Strukturen dieser
organismischen Dialektik.« (Deci/Ryan 1993, S. 223)
Deci & Ryan unterscheiden motivierte und nicht
motivierte (»amotivierte«) Verhaltensweisen des Menschen,
wobei ihr Augenmerk auf der Motivation liegt, die sie in der
bisherigen Lern- und Entwicklungspsychologie als noch
nicht hinreichend differenziert ansehen. Intrinsische
(interessenbestimmte) Handlungen beinhalten Neugierde
und Interesse, extrinsische Handlungen sind außengeleitet
und erfüllen eine Aufforderung. Der zumeist angenommene
Gegensatz beider Motivationstypen ist für die SDT
Ausgangspunkt einer eigenen Grundlegung, die sich zu
diesem Gegensatz kritisch verhält. Sie unterscheiden
extrinsische Motivation vierfach in einem Kontinuum
zwischen »heteronomer Kontrolle« (hier vollkommene
Fremdbestimmung) und Selbstbestimmung (s. Tab. 5). Die
extrinsische Motivation wird hier nach der Quelle ihrer
Regulation unterschieden.
Regulation Beschreibung
Autonomiegrad
External
Das Individuum hat
Äußerst gering
keinen Einfluss auf
Regulation, Handlung
muss ausgeführt werden,
um Belohnung zu
erhalten oder Bestrafung
zu entgehen
Introjiziert
Das Individuum befolgt
eine Norm oder eine
Verhaltenserwartung,
muss nicht gezwungen
Gering