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»Programmierung« ist in den modernen Gesellschaften mit
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ihrer starken Differenzierung von Lebenswelten und darauf
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bezogenen, erlernten Verhaltensweisen wohl nicht möglich.
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Moderne auf Hirnaktivitäten angewandte bildgebende
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Verfahren haben Ergebnisse erbracht, die sich nur durch
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eine enge Zusammenarbeit zwischen der
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Entwicklungspsychologie und den Neurowissenschaften
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interpretieren lassen. Zunehmend werden auch die
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Sozialwissenschaften einbezogen. Ziel ist zu verstehen, wie
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das menschliche Gehirn durch Erfahrung und Anlage in
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seiner epigenetischen Veränderungsfähigkeit strukturiert
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ist. Dabei müssen einfache lineare Annahmen zur
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Entwicklung menschlicher Eigenschaften und Merkmale
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überwunden und komplexere Modelle erarbeitet werden,
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die erklären können, welche Bereiche der kognitiven und
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emotionalen Entwicklung in welchen Zeiträumen besonders
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aktiv sind.
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In der neurowissenschaftlichen Diskussion wird die
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Entwicklung der Gehirnfunktionen als offen und dissipativ
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(also entwicklungsdynamisch) beschrieben, gleichzeitig
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aber werden die sensiblen Zeiträume der Ausbildung von
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Hirnfunktionen identifiziert. Das Gehirn eines Menschen ist
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offenbar so beschaffen, dass es keine passive
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Aufnahmestelle von Sinneseindrücken und
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Realitätsinformationen darstellt, sondern ununterbrochen
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Vergleiche und Einordnungen vornimmt, Kombinationen
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und Rückschlüsse anbietet und damit einen Menschen
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reaktions- und handlungsfähig macht, aber auch eine
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ständige Reaktions- und Handlungsfähigkeit herausfordert.
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Dieses allgemeine Prinzip der Aushandlung von
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Assimiliations- und Akkomodationsprozessen des Wissens
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ist bereits aus der kognitiven Entwicklungstheorie bekannt.
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Das Gehirn ist dort wie auch in den
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neurowissenschaftlichen Ansätzen das Koordinations- und
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Schaltzentrum der produktiven Realitätsverarbeitung.
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