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ihrer Entwicklung limitiert sind. Krankheiten, Übergewicht,
Schulerfolg oder der individuelle Charakter es ist eine
Frage der Gene.
Interessanterweise hat die Genetik zuletzt eigentlich
relativ wenig für diese große Bühne getan. Die
Ankündigungen, dass mit der Humangenom-Dechiffrierung
nun auch die letzten Rätsel der Menschheit (der Mensch
und seine Fähigkeiten selbst) gelöst würden, liegen rund
20 Jahre zurück. Seitdem gab es einen stillen Abschied von
den hohen Erwartungen an die Genforschung. Aber nur
wenige der vielen Protagonisten sehen öffentlich ein, dass
die Erklärungskraft der Genetik für die Erforschung
komplexer menschlicher Entwicklung sehr gering ist.
In der neurowissenschaftlichen Forschung war es nicht
unähnlich. Dort wurde zwar nicht behauptet, alles, was
Menschen ausmacht, aus einem Nukleus der Vererbung
ableiten zu können. Aber der Blick auf die »Mikrotechnik«
des Menschen versprach neue Einsichten in die
Funktionsweisen menschlicher Entwicklung. Heute sind
sich dagegen Genetik, Epigenetik und
Neurowissenschaften einig. Der Mensch wird zum
Menschen dadurch, dass er durch vielfältige soziale
Einbindungen eine Aktivierung, Reifung und Veränderung
seiner natürlichen Anlagen erfährt.
Es lassen sich zusammenfassend kaum Bereiche finden,
in denen wirklich von genetischer Verursachung
gesprochen werden kann, wenn es um menschliche
Entwicklung geht. Eine genetische Determination der
Persönlichkeitsentwicklung kann ohnehin ausgeschlossen
werden, allein unser Phänotyp und einige wenige
Erbkrankheiten sind in einem höheren Maße genetisch
bedingt. Eines der wenigen Beispiele hierfür betrifft
psychische Erkrankungen. Während zwar bei depressiven
Verhaltensmustern kaum noch von dominanten genetischen
Determinanten ausgegangen wird, verhält es sich bei
einigen psychotischen Störungen anders. Aber auch hier