2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/199.md

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umgebenden sozialen und materiellen Strukturen
einschließt. Im Kern bezeichnet Sozialisation damit die
Persönlichkeitsentwicklung als eine ständige Interaktion
zwischen dem Individuum und den umgebenden
gesellschaftlichen Bedingungen. Diese
Interaktionserfahrungen werden aktiv und produktiv
verarbeitet und dabei sowohl mit den inneren
körperlichen und psychischen als auch mit den äußeren
sozialen und physischen Gegebenheiten vermittelt.
Sozialisations- als Interaktionsprozesse, in denen sich ein
Mensch über die gesamte Lebensspanne hinweg befindet,
sind ein Modus der Integration und Anpassung an
gesellschaftliche Anforderungen. Diese
Interaktionserfahren können eine bestimmte Entwicklung
der Persönlichkeit wahrscheinlich machen, nicht aber
eindeutig festlegen. Eine analytische Perspektive muss
darum immer von den Wahrscheinlichkeiten ausgehen, die
durch Einbindung in typische Interaktionsstrukturen
bedingt sind (hierzu gehören die Dauer und die Dominanz
von Strukturen, in denen Menschen interagieren), die aber
auch Individuierungs- und Abweichungseffekte erzeugen
können (auch als bewusst vollzogene Trennung von
Integrations- und Anpassungsanforderungen zu verstehen).
Gesetzesmäßige Aussagen lassen sich daher aus einer
Sozialisationsperspektive nicht ableiten. Dagegen spricht
eine prinzipielle individuelle Entwicklungsoffenheit, die
dadurch bedingt ist, dass das Individuum
Interaktionsprozesse selbst mitbeeinflussen kann.
In die Definition von Sozialisation gehen bereits
Annahmen ein, die wichtige Vorgaben für das Verständnis
des MpR machen.
Das MpR definiert den Modus der
Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen, der sich aus