36 lines
1.6 KiB
Markdown
36 lines
1.6 KiB
Markdown
der Ansatz der Frankfurter Schule, Ulrich Oevermanns,
|
||
die Arbeiten von Jürgen Habermas und psychologische
|
||
Theorien auf. Das gebündelte Produkt dieser
|
||
Zusammenführung ist ein methodischer Ansatz, den
|
||
Zizek im Anschluss an Detlev Garz als die Analyse der
|
||
Pfadabhängigkeit sozialisatorischer Entwicklung
|
||
bezeichnet (Garz 2015). Diese unterstellt in der
|
||
biografischen Flugbahn eines Menschen eine
|
||
zunehmende Pfadabhängigkeit. Sie ist das Produkt
|
||
eines angehäuften Wissensvorrates, der eine bestimmte
|
||
Weiterentwicklung zwar niemals festlegen kann, aber
|
||
zunehmend wahrscheinlicher macht. »Von den
|
||
Möglichkeiten, die zu Beginn eines Lebens offenstehen,
|
||
werden nur einige ausgeschöpft, während andere
|
||
abgelehnt bzw. ›vertan‹ werden. Die Wahlmöglichkeiten
|
||
nehmen ab, bis hin zu dem Punkt, an dem
|
||
Entscheidungen nicht mehr möglich sind.« (Zizek 2018,
|
||
S. 382)
|
||
Definitorische Zugriffe
|
||
|
||
Die Modellvorstellung produktiver Realitätsverarbeitung
|
||
hat auf dieser Grundlage ein erstes Fundament. Das MpR
|
||
als metatheoretischer Bezugsrahmen in der
|
||
Sozialisationsforschung kann auf Bezüge rekurrieren, die
|
||
bis in die aktuelle Diskussion reichen. Eine Definition von
|
||
»Sozialisation«, die sich auf diese Vorannahmen bezieht
|
||
und den weiteren Ausführungen zugrunde liegt, ist im
|
||
ersten Abschnitt bereits skizziert worden. Sie wird hier
|
||
wieder aufgenommen als allgemeine Beschreibung des
|
||
Gegenstandes von Sozialisation, die den Ausgangspunkt für
|
||
die weitere Erörterung des MpR darstellt.
|
||
|
||
Sozialisation ist als ein Interaktionsprozess definiert, der
|
||
das gesamte Leben erfasst und die Beziehung zwischen
|
||
der sich entwickelnden Persönlichkeit und den
|