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Bedürfnis nach individueller Autonomie zu überwinden
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versucht.
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Sozialisationsprozesse rekonstruieren
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Ein jüngerer Strang, der die Denkbewegung beinhaltet,
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dass eine detailgetreue Umweltperspektive mit der
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Perspektive auf das handelnde Subjekt verbunden werden
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muss, ist in dem Ansatz der »rekonstruktiven
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Sozialisationsforschung« sehr ähnlich auffindbar.
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Kennzeichnend für »rekonstruktive
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Sozialisationsforschung« (Zizek 2018) ist, dass sie die
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Diskussion mehrerer Jahrzehnte integriert, interdisziplinär
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vorgeht und darin der internationale Fokus der Diskussion
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über Sozialisation sehr deutlich wird. Das Besondere ist
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zudem, dass ähnlich wie im Habitus-Konzept eine reine
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Gegenüberstellung von starken sozialen Strukturen auf der
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einen Seite und individuellen Freiheiten auf der anderen
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Seite überwunden wird. Sozialisation wird verstanden als
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ein Prozess, der in »haltenden Kulturen« (Zizek 2018, S.
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356) eingebettet ist, interaktiv, dynamisch und vor allem
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schöpferisch-rekonstruktiv erfolgt:
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»Rekonstruktive Sozialisationsforschung« nimmt in
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dieser Perspektive zum einen die Entwicklungsaspekte
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eines Individuums ernst, die auch aus den
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handlungstheoretischen Ansätzen innerhalb der
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Soziologie bereits bekannt sind. Das Hauptargument ist,
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dass man die Entwicklung eines Individuums nur
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verstehen kann, wenn man die Sinnstrukturen
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verstehbar macht, die die biografischen Verläufe
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begleiten. Der Sozialisationsforscher Boris Zizek (geb.
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1976) schreibt selbst dazu: »Nimmt die
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sozialisationstheoretische Perspektive das Subjekt als
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ein gewordenes, immer schon in sozialisatorische Praxis
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eingebettetes und sich sukzessive daraus lösendes in
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den Blick, so tendieren rationalistische Perspektiven
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