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genau der antizipierten Situation entspricht. Als Folge der
Tätigkeit verändert sich außerdem das Subjekt selber, dies
ist seine Sozialisation« (Geulen 1981, S. 553).
Für eine aussagekräftige umfassende
Sozialisationstheorie ist es aus den vorgestellten
Überlegungen heraus notwendig, eine modellhafte
Konzeption zur Verfügung zu haben, die oberhalb der
Einzeltheorien angesiedelt ist. Bereits in der ersten Auflage
des Handbuches der Sozialisationsforschung
(Hurrelmann/Ulich 1980) wird diese Konzeption als eine
»Metatheorie« verstanden. Eine solche Metatheorie
orientiert sich an einem »Modell«, einer über den
Einzeltheorien angesiedelten erkenntnisleitenden
Vorstellung, welche die einzelnen Theorien zu einem
Ganzen verbinden hilft und das hypothetische
Zusammenwirken aller bekannten oder vermuteten
Faktoren abbildet (Hurrelmann/Ulich 1980, S. 8).
Sozialisation dient in diesem Verständnis als Oberbegriff
zur Ordnung und Integration einer Reihe von
Sachverhalten, zu deren Erklärung jeweils
gegenstandsspezifische Theorien notwendig sind. Die
Entscheidung, welches Verfahren der Theoriebildung
gewählt und welche Einzeltheorien dafür herangezogen
werden, richtet sich nach dem Erkenntnisinteresse der
beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Die metatheoretische Vorstellung wird als »Modell der
produktiven Realitätsverarbeitung« (MpR) bezeichnet.
Dieses stellt das menschliche Subjekt in einen sozialen und
ökologischen Kontext, der individuell aufgenommen und
verarbeitet wird, der in diesem Sinne auf das Subjekt
einwirkt, aber zugleich immer auch von ihm beeinflusst,
verändert und gestaltet wird. Das Modell nimmt die
traditionelle Vorstellung von Sozialisation als die
Übernahme von Normen auf, entwickelt sie aber durch die
Idee der individuellen Aneignung und Gestaltung weiter
(Hurrelmann 1983, S. 97). Entscheidend für die