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Die besondere Leistung der ökologischen
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Entwicklungspsychologie besteht darin, Umwelteinflüsse
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als Bedingungszusammenhänge für die menschliche
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Persönlichkeitsentwicklung zu erkennen. Die interaktive
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Einbettung kognitiver und sozialer Strukturen bei Kindern,
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Jugendlichen und Erwachsenen wird ausdrücklich
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berücksichtigt. Diese geht weit über die Betrachtung von
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Umweltaspekten bei Piaget und Kohlberg hinaus. Merkmale
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von Interaktionsprozessen werden als Bedingungen für den
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Aufbau von individuellen Kompetenzen betrachtet und auf
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ihre Förderlichkeit für die Persönlichkeitsentwicklung
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abgefragt. Dabei wird zudem – eine Neuerung innerhalb
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der Sozialisationsforschung – die gesamte Lebensspanne
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berücksichtigt (Baltes/Featherman/Lerner 1988).
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Allerdings bleiben viele Fragen auch bei Bronfenbrenner
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noch unbeantwortet. Seine mikroanalytischen Studien sind
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intensiv, aber Zusammenhänge zwischen verschiedenen
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Merkmalen der Interaktionssituation und umfassenderen
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sozialstrukturellen Bedingungen werden nur postuliert. Wie
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die Mikrostruktur (etwa der Lebensbedingungen) mit der
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Makrostruktur (Organisation ökonomischer, politischer und
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sozialer Gegebenheiten) zusammenhängt, wird nicht
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detailliert analysiert. Allerdings ist durch das Modell der
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Einbettung der unmittelbaren Lebensbereiche in
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konzentrisch angeordnete weitere Lebensbereiche, die sich
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wechselseitig beeinflussen, das Spektrum der theoretisch
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für wichtig erachteten Faktoren klar benannt.
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Weiterführungen dieser Theorie sind vor allem bei
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Ansätzen zur frühkindlichen Sozialisation vorgelegt worden
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(Grundmann/Lüscher 2000). Diese Arbeiten gehen von der
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zentralen Vorstellung Bronfenbrenners aus, dass
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Sozialisation und Erziehung auf eine möglichst umfassende
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Entwicklung und Förderung der kindlichen Persönlichkeit
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zielen und dazu beitragen sollen, die Heranwachsenden zu
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Individualität, kritischer Wahrnehmung ihrer selbst und der
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Umwelt sowie zu sozialer und emotionaler Kompetenz zu
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