2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/176.md

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wissenschaftlich relevant sind, sondern auch die Art und
Weise, wie diese Eigenschaften von den Personen in
diesen Umwelten wahrgenomen werden.«
(Bronfenbrenner 1981, S. 38)
Das Mesosystem stellt die nächsthöhere Ebene dar und
besteht aus den Wechselbeziehungen zwischen
Mikrosystemen, zum Beispiel den Beziehungen zwischen
der Kernfamilie und dem Kindergarten. Nach
Bronfenbrenner ist es »die Wechselbeziehungen
zwischen den Lebensbereichen, an denen die sich
entwickelnde Person aktiv beteiligt ist (für ein Kind etwa
die Beziehungen zwischen Elternhaus, Schule und
Kameradengruppe in der Nachbarschaft; für einen
Erwachsenen die zwischen Familie, Arbeit und
Bekanntenkreis).« (Bronfenbrenner 1981, S. 41)
Bronfenbrenner bezeichnet das Mikrosystem als
»System von Mikrosystemen« (Bronfenbrenner 1981, S.
41), also Verschachtelung und Verbindung der
unterschiedlichen Mikrosysteme.
Erst das Exosystem bezeichnet für Bronfenbrenner
einen Systembereich, für die Lebensbedingungen eines
Menschen entscheidend ist, der aber nicht unmittelbar
erlebt wird. Das Exosystem ist also im engeren Sinne
eine rahmende soziale Bedingung (wie die Ebene der
lokalen Politik, der Schulsteuerung, der
Arbeitsbedingungen der Eltern), es meint »einen
Lebensbereich oder mehrere Lebensbereiche, an denen
die sich entwickelnde Person nicht selbst beteiligt ist, in
denen aber Ereignisse stattfinden, die beeinflussen, was
in ihrem Lebensbereich geschieht, oder die davon
beeinflusst werden.« (Bronfenbrenner 1981, S. 42)
Das Makrosystem ist in dieser Hinsicht noch einmal
Steigerung der distalen (also von der Person entfernten)
Bedingungen, die aber dennoch einen rahmenden und
beeinflussenden Charakter haben. Das Makrosystem ist
das System mit der größten Reichweite und stellt