2026-001/documents/einfuehrung-sozialisationstheorie/pages/175.md

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Moskau geboren, erhält seine Ausbildung aber in den USA,
wo er lebte und lehrte. Sein Ansatz einer ökologischen
Entwicklungstheorie sieht die Beziehung zwischen Person
und Umwelt als eine intensive Gegenseitigkeitsbeziehung
(Bronfenbrenner 1976 und 1981). Dabei entwickelt
Bronfenbrenner ein Modell der schrittweisen Erschließung
von Lebensräumen, von den unmittelbaren zu den
entferntesten Lebensbereichen. Er selbst benennt dies als
»Ökologie der menschlichen Entwicklung«, sie »befasst
sich mit der fortschreitenden gegenseitigen Anpassung
zwischen dem aktiven, sich entwickelnden Menschen und
den wechselnden Eigenschaften seiner unmittelbaren
Lebensbereiche. Dieser Prozess wird fortlaufend von den
Beziehungen dieser Lebensbereiche untereinander und von
den größeren Kontexten beeinflusst, in dies eingebettet
sind.« (Bronfenbrenner 1981, S. 37) Er unterscheidet vier
Systemebenen:
»Ein Mikrosystem ist ein Muster von Tätigkeiten und
Aktivitäten, Rollen und zwischenmenschlichen
Beziehungen, das die in Entwicklung begriffene Person
in einem gegebenen Lebensbereich mit seinen
eigentümlichen physischen und materiellen Merkmalen
erlebt.« (Bronfenbrenner 1981, S. 38) Für
Bronfenbrenner ist das typische Mikrosystem die
Familie als die unmittelbare Umgebung, in der das Kind
lebt. Es umfasst die persönlichen Beziehungen zwischen
den Familienmitgliedern und die räumlichen und
ökonomischen Gegebenheiten von Haus und Straße. In
Bronfenbrenner eigener Definition des Mikrosystems
betont er aber auch den Aspekt des Erlebens des
persönlichen Lebensbereiches. Er betont dabei selbst.
»Ein entscheidender Terminus in der Definition des
Mikrosystems ist das Wort erlebt. Ich möchte durch
diesen Ausdruck deutlich machen, dass nicht nur die
objektiven Eigenschaften der Umwelten