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Menschen, ein bestimmtes Verhalten in Eigensteuerung
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ausführen und dabei auftretende Hindernisse oder
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Schwierigkeiten überwinden zu können. Selbstwirksamkeit
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ist damit eine wichtige Bedingung für jede Form der
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Verhaltensänderung, weil sie Einfluss darauf hat, wie viel
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Anstrengung in ein bestimmtes Vorhaben investiert und
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inwieweit das gewünschte Ziel erreicht wird. Das
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wiederholte Ausführen einer einzelnen Aufgabe kann nach
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dieser Theorie helfen, die Selbstwirksamkeit zu stärken,
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indem schrittweise die Überzeugung aufgebaut wird, dass
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Effekte in bestimmten Situationen mit einer gewissen
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Wahrscheinlichkeit als Folge des eigenen Verhaltens
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auftreten. Diese Überzeugung wird auch als
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»Ergebniserwartung« bezeichnet.
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Mit dem Konzept Selbstwirksamkeit hat Bandura ein
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reflexiv-motivationales Element in die Lerntheorie
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eingezogen, das eine Brücke zu den Persönlichkeitstheorien
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baut. Seine Lerntheorie hat ihre Leistungsfähigkeit für die
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Analyse von Sozialisationsprozessen somit noch erhöht
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(Bandura 1997). Die für die Sozialisationstheorie wichtigen
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Anwendungsfelder der sozialen Lerntheorie liegen heute
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dort, wo es um die gezielte Analyse und Beeinflussung
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persönlicher Verhaltensweisen geht, die einen hohen Wert
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für die weitere Persönlichkeitsentwicklung haben. Beispiele
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sind das Erlernen von Verhaltensmustern in Krisenlagen,
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die Einübung von gesundheitsförderlichen
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Verhaltensweisen oder das Verlernen von ungesunden
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Verhaltensmustern. Auf diese Weise hat die Lerntheorie
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einfach zu handhabende Modelle entwickelt, die
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Verhaltensbeeinflussungen ermöglichen, ohne dass die
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Aufmerksamkeit vergeblich auf die Grundstrukturen der
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Persönlichkeit und auf schwer veränderbare
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Konstellationen der sozialen Umwelt in Familie, Freizeit
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und Beruf gerichtet wird.
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