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Subjekte. Erst diese Perspektive ermöglicht moralische
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Autonomie im Sinne einer kritischen
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gewissensorientierten Haltung gegenüber den Normen
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der jeweiligen Gesellschaft. Diese können unter
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Einbeziehung der Verantwortung gegenüber allen
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moralischen Subjekten reflektiert und kritisiert werden.«
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Der sozialisationstheoretische Impuls der Forschung zur
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moralischen Entwicklung ist sehr hoch. Was bei Piaget erst
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begonnen hatte, hat durch die Diskussion Kohlbergs eine
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größere Dynamik erhalten. Die Stufen der
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Moralentwicklung sind zwar ein
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entwicklungspsychologisches Thema, sie haben aber über
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die Psychologie hinaus gestrahlt. Autoren wie Jürgen
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Habermas haben direkt an Kohlbergs und Piagets
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Untersuchungen zur moralischen Urteilsfähigkeit
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angeschlossen. In den 1970er und 80er Jahren galt diese
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Forschung sogar als Sprungbrett zu sozialpolitisch
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relevanten Fragen. So etwa danach, wie Demokratie
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möglich ist, Gesellschaften gerechter werden und weniger
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Gewalt erzeugen (Edelstein/Nunner-Winkler 2000;
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Edelstein/Habermas 1984). Soziale, ethische und
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geschlechtsspezifische Faktoren werden als wichtige
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Weichenstellungen für die Persönlichkeitsentwicklung
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wahrgenommen, der Lebenslauf wird als sozial und
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persönlich gestaltbar konzipiert (Garz 2006; Geulen 1987;
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Keller 1990). Um so überraschender ist aus heutiger
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Perspektive, dass weder die Idee der stufenförmigen
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Entwicklung noch die inhaltliche Richtung der moralischen
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Sozialisation eine Rolle in den Fachdebatten spielt.
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DIE THEORIE DES SOZIALEN LERNENS VON ALBERT
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BANDURA
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Eine andere Linie der Lern- und Entwicklungstheorien ist
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etwas weniger populär als die Piagets und Kohlbergs. Dafür
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