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Umwelt zu verstehen lernt. Für Piaget ist Assimilation
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ein Prozess, bei dem ein Wissensvorrat beständig
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aufgebaut und erweitert wird.
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Akkomodation, wodurch der Organismus sich den
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Gegebenheiten der Umwelt anpasst und Neues lernt.
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Für Piaget ist Akkomodation der Prozess, bei dem ein
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vorhandener Wissensvorrat erneuert, also altes Wissen,
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das nicht mehr ausreicht, um die Umwelt zu verstehen,
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korrigiert wird.
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Tatsächlich sind im Prozess der Äquilibration die Vorgänge
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der Assimilation und Akkomodation nie wirklich
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voneinander getrennt. Sie verlaufen zumeist parallel. Wenn
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ein Kind gelernt hat, dass man fremden Erwachsenen
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gegenüber immer folgsam ist und sich ruhig verhält, dann
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wird jede Begegnung mit einem Erwachsenen außerhalb
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der eigenen Familie (Unbekannte, Nachbarn, Erzieherinnen
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und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Fremde etc.) in
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dieses Wissensschema angepasst (in Piagets Sinne
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»assimiliert«). Wenn aber Kinder einem erwachsenen
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Clown im Zirkus begegnen, wird eine neue Kategorie der
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Erwachsenen erstellt (»akkomodiert«). Ähnlich »plastisch«
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ist das langsam sich differenzierende Umweltwissen. Kinder
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sehen in ihrem Alltag Hunde und assimilieren jedes
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vierbeinige Wesen der Kategorie Hund oder »Wau-Wau«.
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Sehen Kinder dann eine Katze wird akkomodiert und was
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sie zunächst Hund nennen, wird korrigiert und als Katze
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oder »Miau« bezeichnet. Innerhalb der vorhandenen
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kognitiven Strukturen wird damit die Kategorie Hund
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erweitert und präziser eingegrenzt (Assimilation) und
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gleichzeitig ein neues Tiererkenntnisschema erstellt
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(Akkomodation).
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Der Organismus wird von Piaget als ein offenes System
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betrachtet, das in ständigem Austausch mit seiner Umwelt
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steht und von ihr gestaltet und verändert wird
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(Montada 1998; Piaget/Inhelder 1977). Der Motor der
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