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Schließens und einer empathischen Variante des
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Verstehens sozialer Prozesse. Der kognitive Aspekt ist
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hierbei zentral. Kognitionen (von lat. cognoscere =
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erkennen, erfahren) sind Verstandesleistungen, die ein
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Bewusstsein voraussetzen. Piaget geht also im genauen
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Gegensatz zu Watson und der klassischen Lerntheorie von
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einem selbständigen Denkapparat aus, der eigene
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Entscheidungen treffen kann und von extrinsischen (also
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von außen kommenden), aber auch intrinsischen (autonom
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erzeugten) Motivationen abhängig ist.
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Piagets Ausgangsannahme ist, dass der Mensch
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einerseits von seiner Umwelt beeinflusst wird und
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andererseits aber auch aktiv auf sie einwirkt. In diesem
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wechselseitigen Vorgang werden Verhaltensweisen des
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Denkens und Strukturen der Wahrnehmung gebildet, die
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sich stufenweise weiterentwickeln. Auf jeder Stufe der
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Entwicklung ist schon die Voraussetzung für die nächste,
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komplexere und übergreifende Struktur angelegt
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(Piaget 1972; Piaget/Inhelder 1977). Wiederum im
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Unterschied zu den klassischen Lerntheorien wird die
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Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit also nicht als
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kumulativ-additiver Prozess verstanden, in dem sich neue
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Strukturen zu den schon vorhandenen hinzugesellen,
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sondern als ein Vorgang der fortschreitenden
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Differenzierung, indem neue Strukturen die alten
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verändern und mit ihnen zusammen ein verändertes Ganzes
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bilden. Persönlichkeitsentwicklung dient der immer
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besseren Anpassung an Umweltbedingungen
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(Montada 1998). Sie wird als ein schrittweiser Aufbau (oder
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auch als »Genese«) von kognitiven Strukturen konzipiert,
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aus diesem Grund wird die Theorie auch als
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»strukturgenetische Theorie« bezeichnet.
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Persönlichkeitsentwicklung als Ablauf von Stadien
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Der Schwerpunkt des Erkenntnisinteresses von Piaget liegt
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auf der Frage, wie ein Mensch sich als aktiver Organismus
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