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Kindern aus. In dieser intensiven gefühlsmäßigen
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Beziehung entwickeln sich überdauernde Merkmale der
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Persönlichkeit. Sie bilden die »innere Realität« des
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Menschen, die ihm selbst aber nur in kleinen Teilen
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bewusst ist. Deshalb sind in Träumen, Assoziationen,
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Versprechern und gefühlsmäßigen Ausdrücken die
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Wahrnehmungen und Handlungsabsichten eines Menschen
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meist genauso gut oder besser erkennbar als im direkt
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beobachtbaren Verhalten.
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Freud entwickelt ein Modell »innerpsychischer
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Instanzen«, das die Grundmechanismen für die
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Verarbeitung der inneren und äußeren Realität durch ein
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Individuum darstellt. Es besteht aus den drei Bestandteilen
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Es, Ich und Über-Ich (Freud 1953):
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Das »Es« ist die älteste Instanz, es bezeichnet die Triebe
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des Menschen, insbesondere seine biologischen
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Bedürfnisse sowie seine sexuellen und aggressiven
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Impulse.
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Im »Über-Ich« sind die elterlichen Gebote, Verbote und
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Normen repräsentiert. Jeder Mensch hat hier die
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kulturellen und sozialen Regeln verinnerlicht, die wie
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eine Zensurinstanz auf das Verhalten wirken.
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Das »Ich« repräsentiert den Willen und entscheidet über
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die Verwirklichung, Aufschiebung oder Unterdrückung
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der Triebansprüche des Es. Freud vergleicht die
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Spannung zwischen diesen beiden Instanzen mit dem
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Reiter (Ich), der die überlegene Kraft des Pferdes (Es)
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zu zügeln versucht. Das Ich ist die vermittelnde Instanz,
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die ständig zwischen den Urkräften des Es und den
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Kontrollimpulsen des Über-Ich ausgleichen muss.
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Von Freud stammen auch die ersten Phasenmodelle der
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Entwicklung, die sich auf unterschiedliche Stufen im
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Verhältnis zwischen Es, Ich und Über-Ich beziehen
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(Freud 1960). Je nachdem, wie die biologischen Urkräfte im
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