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Ein Zusatz noch für die weitere Erörterung: Alle
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erwähnten psychologischen Theorien verwenden den
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Begriff »Sozialisation« nur sehr zurückhaltend oder auch
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gar nicht (ein Trend der sich in der Psychologie bis heute
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fortsetzt, vgl. Lechner/Silbereisen 2015, S. 96 f.). Der
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Begriff Sozialisation ist historisch in den primär
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soziologisch ausgerichteten Ansätzen entstanden und das
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hinterlässt bis heute seine Spuren. Im Zentrum
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psychologischer Theorien steht eher der Begriff
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»Persönlichkeitsentwicklung«. Grundsätzlich beschäftigen
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sich diese Ansätze aber mit den Einflüssen
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gesellschaftlicher Strukturen auf individuelle Merkmale
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und Eigenschaften im Lebenslauf, und damit sind sie
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faktisch Theorien der Sozialisation (Flammer 2017). In
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dieser Hinsicht sollen sie im Folgenden auch vorgestellt
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und verstanden werden.
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3.1
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Persönlichkeitstheorien
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Persönlichkeitstheorien befassen sich mit der menschlichen
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Persönlichkeit, also den relativ stabilen Eigenschaften,
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Einstellungen, Motivationen, Gefühlen und Interessen eines
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Menschen, in die biologisch angelegte Bedürfnisse und
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Triebe eingehen (Asendorpf 1996). Die bekannteste
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Variante der Persönlichkeitstheorie ist die Psychoanalyse,
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eine tiefenpsychologische Konzeption, bei der vor allem die
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Kraft von tief in der Persönlichkeit verankerten Antrieben,
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Motivationen und Gefühlen für die
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Persönlichkeitsentwicklung und ihre Formung durch die
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Eltern-Kind-Beziehung analysiert wird. Andere Strömungen
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der Persönlichkeitstheorie konzentrieren sich darauf, die
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überdauernden, fest verankerten Persönlichkeitsmerkmale
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zu benennen, die lebenslang Einfluss auf die Steuerung des
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individuellen Denkens und Handels haben.
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