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Viele Forschungsarbeiten wiesen im Anschluss an
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Krappmann darauf hin, dass die Sicherung der Identität
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durch die zunehmende Differenzierung von sozialen
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Organisationen in modernen Gesellschaften schwieriger
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geworden ist. Rollen werden spezialisierter, zugleich gibt
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es nur wenige Modelle für die Ausführung und Kombination
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von Rollen. Die spezifischen Rollenkombinationen
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unterscheiden sich immer stärker von Person zu Person
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(Frey 1974; Frey/Hausser 1987; Schimank 2010, S. 77).
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ZWISCHEN HANDLUNGS- UND
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GESELLSCHAFTSTHEORIEN
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Gerade die soziologischen Handlungstheorien haben dazu
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beigetragen, dass die Perspektive auf den Prozess der
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Sozialisation expliziter wurde. Für sie ist eine nur auf
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Stabilität und Reproduktion ausgerichtete Sichtweise (die
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der soziologischen Gesellschaftstheorien) unverständlich.
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Ihr Blick auf die Mikroprozesse sozialer Interaktionen
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bringt sie auf eine alternative Spur: Die Rolle eines sich
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entwickelnden Handlungswissens und damit verbunden die
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unübersehbare Bedeutung eines sich aktiv mit der Umwelt
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auseinandersetzenden Individuums. Dass auch die
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Handlungstheorien eher von typischen und regelhaften
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Verläufen der Sozialisation ausgehen, hält sie nicht davon
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ab, den Wandel in der sozialen Welt zu erfassen, der durch
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individuelles Handeln, ständig wechselnde
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Herausforderungen oder menschliche Spontanität
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hervorgebracht wird.
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In der Soziologie gibt es für eine solche Sichtweise
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interessante Ansätze und Theorien. Einige lassen sich auch
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nicht richtig zwischen den Kategorien der Handlungs- oder
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Gesellschaftstheorien einordnen. Sie stehen dazwischen
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und werden darum mitunter nur unvollständig
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berücksichtigt. Ein Beispiel dafür ist der deutsche
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Soziologe (der durch Vertreibung überwiegend im Ausland
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