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inneren Realität von allen anderen Menschen zu
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unterscheiden: »Es wird also zugleich gefordert, so zu sein
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wie alle und so zu sein wie niemand. Auf beiden
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Dimensionen muss das Individuum balancieren, weil es, um
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Interaktion nicht zu gefährden, weder der einen noch der
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anderen Anforderung noch beiden voll nachgeben, noch sie
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gänzlich verweigern kann« (Krappmann 1969, S. 78).
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Zwischen diesen beiden Anforderungen zu balancieren,
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ist die Leistung des Individuums, die auch Krappmann im
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gelingenden Fall wiederum als Ich-Identität bezeichnet.
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Ich-Identität wird in diesem Verständnis wie bei Habermas
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nicht als ein für alle Mal gelungener, feststehender und
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verlässlicher Besitz des Menschen verstanden, sondern als
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ein Zustand des Selbsterlebens, der ständig neuen
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Interpretations- und Aushandlungsprozessen mit der
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äußeren Umwelt und der eigenen inneren Natur unterliegt.
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Dabei bildet die Geschichte des bisherigen Kontinuitätsoder Diskontinuitätserlebens eines Menschen die
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Grundlage für die aktuellen »Balancierungen« der
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Komponenten von Identität (Haußer 1983;
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Leu/Krappmann 1999; Nunner-Winkler 1991).
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Ich-Identität ist dann hergestellt, wenn die
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Auseinandersetzung mit der äußeren und inneren Realität
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zu Lösungen geführt hat, die miteinander vereinbar sind.
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Die Bedürfnis- und Interessenstruktur eines Menschen und
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seine Handlungskompetenzen müssen dabei nicht mit den
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institutionell und organisatorisch definierten sozialen
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Erwartungen der Umwelt übereinstimmen. Die eigentliche
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Koordinierungsleistung, die das Spezifikum von Identität
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ist, liegt gerade darin, die unvermeidlich bestehenden
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Spannungen auszuhalten oder auszugleichen, die sich aus
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der zwangsläufigen Nicht-Übereinstimmung zwischen
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eigenen Bedürfnissen und Kompetenzen und den sozialen
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und dinglichen Umweltanforderungen ergeben
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(Luckmann 1979, S. 103).
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