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die Reproduktion sozialer Ungleichheiten konzentriert und
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dabei so tut, also ob gesellschaftliche Strukturbedingungen
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unausweichliche Biografien hervorbringen würde
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(Oevermann 1972; Oevermann et al. 1976a). Mit dem
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heutigen Vokabular würde man dies die
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»Strukturzentriertheit« der Sozialisationsforschung
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nennen, also eine Forschung, die nur die sozialen
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Strukturen wahrnimmt, aber nicht die handelnden
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Subjekte. Im Einklang mit dieser Kritik ist Oevermann, so
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sehr er auf die übergeordnete Bedeutung sozialer
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Strukturen der Einbettung und Anpassung pocht, ein
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durchaus flexibler Theoretiker, für den die Abweichung von
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den äußeren Erwartungen keine Ausnahme, sondern die
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Regel ist. Oevermann bestand folgerichtig darauf, den
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Kreis der Sozialisationsbedingungen zu erweitern und
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dadurch immer auch jene Kontexte in den Blick zu nehmen,
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die nicht große Strukturbedingungen darstellen, sondern
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Interaktionsverhältnisse auf der Ebene mikrosozialer
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Beziehungen. Sie bilden den Nährboden für die
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Entwicklung der Denk- und Handlungsstrukturen einer
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Persönlichkeit.
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DIE THEORIE DER SOZIALEN IDENTITÄT VON
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LOTHAR KRAPPMANN
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Gerade die Einbeziehung des subjektiven Faktors ist ein
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wesentlicher Aspekt handlungstheoretisch geprägter
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Ansätze in der Sozialisationsforschung. Identitäts- und
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rollentheoretische Ansätze sind ein Beispiel hierfür. In
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Deutschland sind sie im Anschluss an den amerikanischer
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Sozialpsychologen Erving Goffman (1967, 1996) vor allem
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von Lothar Krappmann (geb. 1936) aufgenommen worden.
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Krappmann, dessen Ansatz eine große Nähe wiederum zu
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Jürgen Habermas aufweist, definiert Identität als das
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Erleben des Sich-selbst-Gleichseins, das sich auf die
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verschiedenen Stadien der eigenen Lebensgeschichte und
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