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Entwicklungsstufen und Entwicklungskrisen im Laufe der
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menschlichen Persönlichkeitsbildung. Ziel ist es,
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verschiedene Stadien der kommunikativen Kompetenz zu
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analysieren, die mit verschiedenen Stufen der persönlichen
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Reife und Identität korrespondieren. In Anlehnung an die
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Theorie von Piaget und Kohlberg (die später noch erörtert
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werden) konzentriert Habermas seine Überlegungen auf
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die stufenweise Entwicklung der moralischen
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Urteilsfähigkeit im Lebenslauf. Die höchste Stufe der
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Moralentwicklung ist die postkonventionelle Moral, bei der
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geltende Regeln und Gesetze auf ihre Einstimmung mit
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selbst gewählten moralischen Prinzipien hin abgefragt
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werden. Diese hohe und ausgereifte Stufe der
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menschlichen Moralentwicklung gestattet eine Ich-Identität
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und gilt als Ideal für die Entwicklung einer demokratischen
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Gesellschaft mit allgemein gültigen Regeln von Gleichheit
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und Gerechtigkeit. Sie kann nur erreicht werden, wenn der
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Sozialisationsprozess in Familie, Schule und sozialer
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Umwelt optimal abläuft (Habermas 1981).
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Mit dem Begriff der Ich-Identität ist ein begriffliches
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Konstrukt geschaffen worden, das hier von Habermas in
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Dienst genommen wird und das wahrscheinlich das erste
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Mal bei George Herbert Mead auftaucht. Es ist eine
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terminologische Verlegenheitsgeste, die Habermas aus der
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deutschen Übersetzung der englischen Originalfassung von
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Meads Arbeiten übernimmt. Tatsächlich ist dies eigentlich
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ein Übersetzungsunfall, weil der Ausdruck »Ich-Identität«
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natürlich nicht von alleine seine Bedeutung preisgibt und
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sogar sehr unterschiedliche (wenn nicht sogar
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widersprüchliche) Assoziationen hervorrufen kann.
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Gemeint ist mit dieser terminologischen Neuschöpfung,
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dass es eine Entwicklungsstufe gibt, auf der das
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Individuum in der Lage ist, freier und autonomer zu
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werden und damit vorher gehende Entwicklungsstufen der
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Persönlichkeit zu überwinden. Die »Ich-Identität« ist also
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so etwas wie die wirkliche Identität des Individuums, die
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