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Bourdieu primär lediglich auf Grundlage der
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Berufszugehörigkeit differenziert.
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Im Sozialraum lassen sich danach die
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Hauptcharakteristika der sozialen Positionen und der
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Lebensstile zu einem übergeordneten Raster
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gesellschaftlicher Großgruppen zusammenfassen. Bourdieu
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hält diesbezüglich an der Bezeichnung »Klasse« als
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Strukturierungsprinzip gegenwärtiger Gesellschaften fest:
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Klassen stellen auf der Ebene des Raums der sozialen
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Positionen zunächst nur »Ensembles von Akteuren mit
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ähnlichen Stellungen« (Bourdieu 1985, S. 12) dar.
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Schärfere Konturen erlangt der Klassenbegriff durch
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Einbeziehung der Unterschiede in der Lebensführung. Die
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Kategorie des Geschmacks verdichtet distinktive (also
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Unterschiede erzeugende) Praktiken zu
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zusammengehörigen Einstellungs- und Handlungsmustern
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und fungiert als das hauptsächliche
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Unterscheidungsmerkmal sozial ungleicher
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Lebensbedingungen und -formen. Bourdieu unterscheidet
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zwischen einem legitimen bzw. distinguierten (auf
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bewusste Unterscheidung gerichteten) Geschmack der
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herrschenden Klasse oder Bourgeoisie, dem Nachahmungsoder Prätentionsgeschmack der mittleren Klasse oder des
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Kleinbürgertums sowie dem populären bzw.
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Notwendigkeitsgeschmack der beherrschten oder
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Volksklasse (Bourdieu 1982, S. 405):
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Je nach Menge und Ausprägung der zur Verfügung
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stehenden Kapitalsorten lassen sich Menschen in
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unterschiedliche Klassen und Milieus differenzieren. Durch
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die jeweilige ökonomische, kulturelle und soziale Position
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im gesellschaftlichen Gefüge werden die Lebensstile der
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Angehörigen dieser Klassen und Milieus geprägt. Damit
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sind Muster der Lebensführung, die verschiedenen Habitus
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bezüglich Einstellungen und Haltungen, Fähigkeiten,
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Kompetenzen und Gewohnheiten gemeint, die fest als
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Wahrnehmungs- und Denkschemata verinnerlicht werden.
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